Pandemie

Wurde Israels Premier Netanjahu tatsächlich geimpft?

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ließ sich als Erster gegen die Lungenkrankheit Covid-19 impfen. Foto: Government Press Office Haim Zach

Falsche und irreführende Behauptungen rund um die Covid-19-Impfung sind in den Sozialen Medien an der Tagesordnung. In mehreren Facebook-Posts wird zum Beispiel behauptet, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sei gar nicht wirklich gegen das Coronavirus geimpft worden. Fotos zeigten, dass es sich nur um eine »Fakeimpfung« handele: »Ist da überhaupt eine Nadel?«

BEWERTUNG: Auf den Fotos im Post steckt die Nadel bereits im Oberarm des Politikers und ist daher nicht zu sehen. Bilder und Videos belegen eindeutig, dass Netanjahu tatsächlich geimpft wurde.

FAKTEN: Israels Ministerpräsident erhielt am 19. Dezember 2020 die erste und am 9. Januar 2021 die zweite Covid-19-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Bilder im Facebook-Post zeigen die zweite öffentliche Impfung Netanjahus.

Ein Video des in Israel ansässigen TV-Senders »i24NEWS«, das sich unter anderem auf YouTube findet, beweist, dass der Politiker tatsächlich geimpft wird. Auch die israelische Plattform »Israel National News« veröffentlichte ein Video von dem Moment (1.35 min). Es enthält den Stempel »GPO«, was für »The Government Press Office« steht, die offizielle Pressestelle der israelischen Regierung.

In der Pressemitteilung zur zweiten Impfung Netanjahus ist dasselbe Bild (hier archiviert) wie in Facebook-Posts zu sehen. Es gibt aber auch mehrere Fotos, auf denen die Nadel deutlich erkennbar ist: Etwa auf der CNN-Webseite und beim israelischen Onlineportal »Jewish News Syndicate«.

Auf den Bildern und Videos stimmen Netanjahus Kleidung, Hintergrund sowie der Arzt, der die Impfung verabreicht, überein. Es gibt also keinerlei Beleg dafür, dass Netanjahu nicht gegen das Coronavirus geimpft worden sein könnte. dpa

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Reaktion

Israel schließt britisches Konsulat in Jerusalem

Die britische Labour-Regierung will einen härteren Kurs im Umgang mit Israels Siedlungspolitik einschlagen und beschließt Sanktionen. Nun reagiert Israel

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  08.09.2026

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026