Israel

Wo einst Giraffen und Mammuts trabten

Foto: picture alliance / SZ Photo

Israel hat am Donnerstag eine 1,6 Millionen Jahre alte prähistorische Stätte südlich des Sees Genezareth für die Öffentlichkeit geöffnet. Der »Ubeidiya-Nationalpark« sei »eine der frühsten Stätten außerhalb Afrikas und eine archäologische Stätte von Weltrang für die Erforschung der Menschheitsgeschichte«, betonte die Israelische Altertumsbehörde IAA bei der Eröffnungszeremonie.

In mehreren Ausgrabungskampagnen seit 1959 seien Überreste früher Homininen (Menschenaffen), Werkzeuge aus Feuerstein, Kalkstein und Basalt entdeckt worden.

Außerdem fanden sich Hinweise auf viele Arten von Wildtieren, darunter Giraffen, Jaguare und Nilpferde sowie ausgestorbene Arten wie Mammuts und Säbelzahntiger. Zur Erschließung der Stätte in der Nähe des 1927 von meist deutschen Einwanderern gegründeten Kibbuz Beit Zera wurden Zufahrtswege gepflastert sowie ein Fußgängerrundweg mit erklärender Beschilderung angelegt.

Anfänge der Menschheit

Laut Experten gehörten die in Ubeidiya lebenden Homininen zur Spezies des Homo erectus. Eine kürzlich veröffentlichte Studie über das ausgegrabene Skelett eines Jugendlichen habe deutlich gemacht, dass die menschliche Migration aus Afrika kein einmaliges Ereignis war, sondern in Wellen erfolgt sei.

Es handele sich um eine prähistorische Stätte von unschätzbarer wissenschaftlicher Bedeutung für die Erforschung der Anfänge der Menschheit, dies sei ein wichtiger Tag für die Vorgeschichte, sagte der Direktor der Altertumsbehörde, Eli Escusido.

Jedes Jahr erschließe seine Behörde Dutzende archäologische Stätten und mache sie der Öffentlichkeit zugänglich. Aber Ubeidiya sei einzigartig. Seine Umwandlung in einen Nationalpark verspreche dem Projekt eine Zukunft und werde »zweifellos Besucher aus dem ganzen Land und der ganzen Welt anziehen«. kna

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026

Libanon

Reaktion auf Drohnenangriff: Israel sprengt Hisbollah-Tunnelsystem

Auslöser für die nun erfolgte Zerstörung sei ein Drohnenangriff der Hisbollah am Mittwoch gewesen, erklären Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz

 31.07.2026

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kairo

Verhandler sollen Fortschritte bei Hamas-Entwaffnung gemacht haben

Die Hamas signalisiert Bereitschaft, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung zu stellen. Im Gegenzug fordert sie einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Investition

Finanzierung für Stadtbahn im Norden steht

Von Haifa nach Nazareth mit der Bahn? Ab 2029 soll dies möglich sein. Das Projekt kostet viel Geld

 30.07.2026

Gaza

Zukunft ungewiss

Seit Monaten stagniert Trumps Gaza-Plan. Können ein israelisches Pilotprojekt in Rafah und das versprochene Ende der Hamas-Regierung daran etwas ändern? Eine Analyse

von Joshua Schultheis  30.07.2026