Lichterfest

»Wir arbeiten für dieses Wunder«

Kerzenzünden vor der Kotel Foto: Amos Ben-Gershom/GPO

Vor der Kotel in Jerusalem hat Premierminister Naftali Bennett am Sonntagabend die erste der acht Kerzen der Chanukkia angezündet. Präsident Isaac Herzog besuchte am ersten Abend des jüdischen Lichterfestes das Grab der Patriarchen in Hebron .

GENERATIONEN »Ich freue mich, die erste Chanukkakerze hier an diesem heiligen Ort, dem Grab der Patriarchen und Matriarchen, zu entzünden. Meine Familiengeschichte ist seit vielen Generationen mit diesem Ort verbunden«, ließ der Präsident in Me’arat Ha’Machpelah wissen.

»Hier, an diesem Ort müssen wir uns bewusst machen, dass wir nicht die einzigen sind, die ihre Wurzeln an dieser Stelle haben. Insbesondere hier müssen wir uns erinnern, dass dieses Grab für alle Kinder Abrahams heilig ist«, so Herzog. »Und wir müssen weiterhin vom Frieden zwischen allen Religionen in diesem Land träumen und alle Gewalt verbannen.«

Die Kerze vor der Kotel wurde in Erinnerung an den getöteten Eliyahu (Eli) Kay entzündet.

Die Kerze vor der Kotel wurde in Erinnerung an ein Opfer der Gewalt entzündet: Eliyahu (Eli) Kay, der junge Mann, der in der vergangenen Woche in der Jerusalemer Altstadt von einem Hamas-Terroristen erschossen worden war. Kay, ein 26-jähriger Einwanderer aus Südafrika, war Touristenführer in Jerusalem.

TUNNEL Bennett entzündete das erste Licht an der Chanukkia gemeinsam mit dem Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinowitz, Verteidigungsminister Benny Gantz und dem Leiter der Western Wall Heritage Foundation, Mordechai Eliav, und besuchte dann einen neu eröffneten Bereich der Tunnel unterhalb der Kotel.  

»Es ist sehr emotional, die erste Kerze vor den Tunneln der Kotel zu entzünden«, schrieb Bennett anschließend auf seiner Facebookseite. »Chanukka ist das Fest der Wunder. Und wir, die Bürger, die im Staat Israel leben, arbeiten für dieses Wunder.«

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert