Geiseln

»Wenn er noch lebt, wäre das ein Wunder«

Sharone Lifschitz mit einem Foto ihres Vaters Oded in ihrer Londoner Wohnung Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Tochter einer der weiterhin im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln befürchtet, ihren Vater nicht mehr lebend wiederzusehen. Es wäre »ein Wunder«, sagte die in London wohnende Sharone Lifschitz der Nachrichtenagentur PA. Sie habe keine Informationen über den Gesundheitszustand ihres 84 Jahre alten Vaters. Die nächste Freilassung israelischer Geiseln im Austausch gegen palästinensische Häftlinge soll nach Angaben der Hamas am Samstag erfolgen.

»Wenn er noch lebt, wäre das ein Wunder, und wenn nicht, dann haben wir ihn wenigstens, um ihn begraben zu können und zu verstehen«, sagte Lifschitz, deren Mutter im Oktober 2023 zu den ersten Geiseln gehört hatte, die freigelassen worden waren. »An diesem Wochenende sollen zwei Frauen aus meinem Kibbuz und zwei Kinder freigelassen werden.« Sollte ihr Vater noch am Leben sein, »ist er mehr als alles andere um ihre Rückkehr besorgt«.

Lesen Sie auch

In der ersten von drei Phasen der unter Vermittlung Katars, Ägyptens und der USA ausgehandelten Vereinbarung sollen insgesamt 1.904 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen im Austausch gegen 33 von insgesamt 94 Geiseln freikommen. Mindestens 35 der Entführten in Gaza sind nach israelischen Angaben nicht mehr am Leben. Ob ein dauerhaftes Ende der Kämpfe im Gazastreifen erreicht werden kann, hängt von den weiteren Verhandlungen ab, die in rund zwei Wochen beginnen sollen. dpa

Jerusalem

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Am 27. Juni 1976 entführten Terroristen eine Air-France-Maschine nach Uganda. Fünf Jahrzehnte später stellt das israelische Staatsarchiv die Regierungsdokumente zur militärischen Befreiung bereit

von Hans Dahne  26.06.2026

Washington D.C.

Gespräche zwischen Israel und Libanon verlängert

Die USA drängen die beiden Staaten darauf, die Verhandlungen nicht ohne Ergebnis zu beenden. Deshalb sollen die Delegationen heute erneut zusammenkommen.

 26.06.2026

Medien

»Alle Juden haben genug von dir!« Trump soll Netanjahu angeschrien haben

Auslöser für den Streit war einem neuen Buch zufolge ein israelischer Angriff auf Hamas-Führungsmitglieder in Doha

 26.06.2026

Jerusalem

Sa’ar will Anerkennung des Armenier-Genozids

Der israelische Außenminister will eine entsprechende Resolution zunächst im Kabinett einbringen. Anschließend soll sie der Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden

 26.06.2026

Jerusalem

Isaac Herzogs Hubschrauber muss notlanden

Die Hintergründe

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Tel Aviv

Gemeinsames Seemanöver Deutschlands und Israels vor Haifa

Ein Schiff der Bundesmarine besucht Haifa, es folgt ein Manöver mit Israel. Die gemeinsame Seefahrt geschieht vor dem Hintergrund einer weiter angespannten Lage in der Region nach dem Iran-Krieg

 25.06.2026

Israel

Ex-Armeechef Eisenkot könnte Netanjahu ablösen

In Umfragen holt seine Partei Jaschar rasant auf und liegt auf dem zweiten Platz hinter Likud

von Sara Lemel  25.06.2026

Knesset

Wahltag mit Fragezeichen

Der 20. Oktober gilt als Favorit für Israels nächste Parlamentswahl. Doch Streit in der Koalition und offene Gesetzesvorhaben könnten den Zeitplan noch verändern

von Sabine Brandes  25.06.2026