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Waffenstillstand, Hilfe, Klage

Übergang nach Gaza Foto: Flash 90

Waffenstillstand
Nach Wochen der Auseinandersetzung mit Raketen, Brandballons und Vergeltungsangriffen durch die israelische Armee hat die Hamas erklärt, sie habe einen Waffenstillstand mit Israel akzeptiert. Jerusalem bestätigte dies nicht offiziell, Israel öffnete jedoch am Dienstag Fischereizone und Übergänge in den Gazastreifen. Das Abkommen sei von Katar vermittelt worden, heißt es. »Die Wiederaufnahme der zivilen Maßnahmen in Sachen Gaza­streifen hängt von der Dauer der Ruhe und Sicherheitssituation ab«, so Israels Armee (IDF). Die Auseinandersetzung hatte Anfang August begonnen, mehrere Raketen von extremistischen Palästinensern hatten Häuser in der Grenzgegend beschädigt und einige Israelis leicht verletzt. Brandballons und -drachen hatten Feuer in der Region entfacht.

Hilfe
Eine Delegation aus zehn Mitgliedern der israelischen Feuer- und Rettungsbehörde hat sich am Wochenbeginn aufgemacht, um beim Löschen der Feuer in Kalifornien zu helfen. Dabei sind auch ein Experte für Waldbrände und ein Vertreter des Außenministeriums. Die Flammen hatten bereits Mitte August begonnen, in dem US-Bundesstaat zu lodern. Mittlerweile sind nahezu 5000 Quadratkilometer Fläche verbrannt, der Notstand ist ausgerufen. Rund 120.000 Bewohner der Gegend mussten bereits ihre Häuser verlassen. »Die Hilfsmission und Israels schnelle Mobilisierung, unseren Freunden in den USA zu helfen, ist Ausdruck der engen Freundschaft zwischen unseren Nationen«, sagte Außenminister Gabi Ashkenazi vor der Abreise des Teams.

Eule und Wiedehopf
Zwei israelische Fotografen haben beim renommierten internationalen Fotowettbewerb »Wildleben« beide den ersten Preis gewonnen. Mosche Cohen gewann in der Kategorie »Fokus auf das Detail« für sein Foto einer Eule, die in einem Baum ein Nickerchen hält. »Die Eule ist ein alter Freund«, so Cohen. »Ich höre sie in der Nacht. Eines Tages bin ich im Kibbuz herumgelaufen, sah und fotografierte sie.« Gad Shmila gewann bei »Vögel im Flug« mit dem Bild eines Wiedehopfs, der sich durch den israelischen Nachthimmel bewegt. Die Juroren hatten mit 15.000 eingereichten Fotografien bei der Auswertung alle Hände voll zu tun. Das »beste Porträt« holte Majed Alzaabi aus Kuwait nach Hause – für seine Darstellung zweier europäischer Krähen.

Hitze
Ende August hatte eine neue Hitzewelle Israel im Griff. Die israelischen Elektrizitätswerke (IEC) gaben bekannt, dass sie am Sonntag den größten Stromverbrauch aller Zeiten gemessen hätten. Die höchsten Temperaturen wurden am selben Tag in der Stadt Yavneel in Galiläa gemessen. Dort stieg das Quecksilber auf 47 Grad Celsius im Schatten. Wenig kühler war es mit einem Grad darunter im Kibbuz Sde Eliahu im oberen Jordantal. Die Bewohner sind wenig verwundert, das Tal gilt als eine der heißesten Gegenden der Welt.

Strafen
Wer außerhalb seiner eigenen vier Wände keinen Mund-Nasen-Schutz trägt und dabei erwischt wird, muss Strafe zahlen. Mittlerweile 500 Schekel, umgerechnet 125 Euro. Doch lediglich 21 Prozent der Strafen wegen Verletzung von Corona-Regeln seien tatsächlich bezahlt worden, berichtet die Website Ynet. Bislang haben 42.342 Menschen insgesamt 4,25 Millionen Euro Strafgelder überwiesen. Doch nahezu 200.000 Tickets wurden ausgestellt, die der Staatskasse 25 Millionen Euro einbringen würden. Die Wirtschaft in Israel ist wegen der Corona-Pandemie stark angeschlagen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 21 Prozent.

Klage
Die Familien der drei israelischen Teenager, die im Jahr 2014 von der Hamas ermordet wurden, verklagen die Terrororganisation auf 130 Millionen Euro Schadenersatz. Die Eltern von Naftali Frenkel, Gilad Shaer und Eyal Yifrach wollen damit verhindern, dass Gelder der Palästinensischen Autonomiebehörde an die Hamas in Gaza weitergeleitet werden. Entsprechend einer israelischen Studie sollen das monatlich 50 bis 100 Millionen Dollar sein. »Die Klage dient dazu, diese Gelder zu stoppen«, so das Zentrum Schurat Hadin, das die Familien juristisch vertritt. Die Familien veröffentlichten eine Erklärung dazu: »Der Zweck ist natürlich nicht, dass unser Schmerz geheilt, unser Leid reduziert oder die Sehnsucht nach unseren Kindern gemildert wird. Aber wenn diese Klage auch nur geringfügig diese bösen Kräfte abschrecken könnte, wäre das schon ein Sieg«.

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