Nahost

Waffenstillstand als »Geschenk« für Trump?

Im Jahr 2017 geben der damalige Präsident Donald Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Pressekonferenz im Weißen Haus. Foto: picture alliance/AP Photo

Nach einem Bericht der »Washington Post« arbeitet Israel an einem Waffenstillstandsabkommen im Libanon. Dieses sei demnach ein außenpolitisches »Geschenk« für den zum Präsidenten gewählten Republikaner Donald Trump, dessen Amtseinführung am 20. Januar stattfindet.

Ron Dermer, Ministerpräsident Benjamin Netanjahus Minister für Strategische Angelegenheiten soll am Sonntag in Mar-a-Lago (Florida) Trump und dessen Schwiegersohn Jared Kushner über die Bemühungen Israels informiert haben.

Im Libanon geht Israel gegen die vom Iran finanzierte Terrororganisation Hisbollah vor, die den jüdischen Staat seit dreizehn Monaten mit Raketen angreift. Die israelischen Streitkräfte haben der Hisbollah in den vergangenen Wochen schwere Schläge zugefügt. Fast die gesamte Führungsriege der Terrorgruppe wurde getötet.

Lesen Sie auch

Vereinbarung im Januar

Ein israelischer Regierungsbeamter wird in der »Washington Post« zitiert, der demnach angab, es gebe eine Einigung darüber, dass Israel Donald Trump ein »Geschenk« machen werde. Ihm zufolge geht es um eine Vereinbarung, die im Januar stehen soll.

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde Kriege in der Welt beenden, inklusive des Nahost-Krieges, den der palästinensische Terror am 7. Oktober 2023 mit seinen Massakern begann.

Im Oktober hatte Trump Netanjahu am Telefon gesagt, er solle im Kampf gegen die Hamas und die Hisbollah tun, »was getan werden müsse«. In den vergangenen Tagen kam es laut Netanjahu zu drei weiteren Telefonaten. Die beiden Gesprächspartner sähen »gute Gelegenheiten für Frieden«, erklärte er daraufhin. Einzelheiten wurden nicht bekannt. im

Ende des Schuldkults: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026