Israel

Waffenruhe hält

Kurz vor Beginn der Waffenruhe wurden drei Israelis durch Raketen verletzt – zwei davon tödlich. Foto: Flash 90

Nach 50 Tagen heftiger Kämpfe sollen die Waffen schweigen. Am Dienstagabend haben Israel und die Hamas mit der Hilfe Ägyptens eine Feuerpause ohne zeitliche Begrenzung vereinbart.

Kurz vor dem Inkrafttreten um 19 Uhr starben zwei Israelis durch palästinensische Raketen aus dem Gazastreifen, bei beiden handelte es sich um Familienväter. Die Zahl der während der Militäroperation »Protective Edge« getöteten Israelis stieg damit auf 70.

Bedingungen Eine der Voraussetzungen für den Waffenstillstand soll die Öffnung der Übergänge zum Gazastreifen für die Einfuhr von Baumaterial sowie humanitärer Hilfe und medizinischer Versorgung sein.

Die Hamas bejubelte das Abkommen als »Sieg«, Tausende feierten in Gaza-Stadt bis tief in die Nacht, während sich die Anführer aus ihren Bunkern trauten und sich zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit zeigten.

In Israel ist die Stimmung derweil verhalten, niemand scheint dem »Frieden« zu trauen. Die Knessetabgeordnete Miri Regev vom Likud erklärte, dass die Israelis nicht an eine Vereinbarung mit der Hamas glauben. »Die meisten sind sicher, dass die Terrororganisation die Pause nur zum Aufrüsten nutzt.« Damit man ein solches Abkommen ernst nehmen könne, müsse Israel eine komplette Entwaffnung des Gazastreifens verlangen, forderte Regev.

Meinung

Israel hat seine Zukunft zurück

Ran Gvili, die letzte Geisel in Gaza, wurde geborgen und nach Israel überführt.

von Sabine Brandes  26.01.2026

Die letzte Geisel in Gaza

»Er ging als Erster – er kommt als Letzter zurück«

Ran Gvili war ein Polizist einer Eliteeinheit, der trotz gebrochener Schulter in den Kampf zog

von Sabine Brandes  26.01.2026 Aktualisiert

Gazastreifen

Armee hat Leichnam von Ran Gvili geborgen

Die sterblichen Überreste der letzten Geisel werden zur Beerdigung nach Israel zurückgebracht

 26.01.2026 Aktualisiert

Tel Aviv/Frankfurt

Sicherheitsbedenken: Weitere Airlines setzen Nachtflüge nach Israel aus

Betroffen ist neben der ITA und der KLM auch die Lufthansa

 26.01.2026

Europäische Rabbinerkonferenz

»Israel ist unverzichtbar für unseren Zusammenhalt«

Der Dachverband orthodoxer Rabbiner in Europa wird in diesem Jahr 70 - zu seiner 33. Generalversammlung in Jerusalem werden rund 400 Teilnehmer erwartet

 26.01.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Daniella Gilboa nimmt Lied auf

Mit dem noch unbetitelten Song will sie ihre fast 500 Tage andauernde Zeit in Geiselhaft im Gazastreifen verarbeiten

 26.01.2026

Jerusalem

Ist das Iron Dome-System israelisch oder amerikanisch?

Donald Trump sagt in Davos: »Bibi, hör auf, dir die Lorbeeren für den Dome zu holen. Das ist unsere Technologie, das ist unser Zeug.« Stimmt dies?

 26.01.2026

Tel Aviv

Kauf deutscher U-Boote: Kommission findet schwere Mängel

Nach mehreren Jahren der Untersuchung hat das Gremium seine Schlussfolgerungen vorgelegt. Es rügt dabei unter anderem den Entscheidungsprozess beim Kauf der Produkte aus Deutschland

 26.01.2026

Klima

Sonne, Sturm und Schnee

In dieser Jahreszeit schwankt Israel zwischen Weltuntergangswetter und Winterfreuden

von Sabine Brandes  25.01.2026