Jerusalem

Vorbereitung auf Gedenkfeier

Das King-David-Hotel in Jerusalem Foto: imago

Israel bereitet sich auf eines der größten Staatsereignisse in seiner Geschichte vor. Insgesamt 47 hochrangige Delegationen werden in den nächsten Tagen in Jerusalem erwartet. Dort werden sie an einem vom World Holocaust Forum und der Gedenkstätte Yad Vashem organisierten Gedenkakt teilnehmen. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau in Polen durch die Rote Armee.

Gäste Unter den Gästen werden auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Russlands Präsident Wladimir Putin sowie zwei Dutzend Staats- und Regierungschefs sein, darunter die Könige Belgiens und der Niederlande. Prinz Charles wird als offizieller Vertreter der Regierung des Vereinigten Königsreichs der Veranstaltung beiwohnen.

Die drei wichtigsten EU-Politiker – Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli – fliegen ebenfalls aus Brüssel in die israelische Hauptstadt. Polens Präsident Andrzej Duda hatte vergangene Woche sein Kommen abgesagt, weil man ihm bei der offiziellen Gedenkfeier keinen Redeslot zugeteilt hatte.

Die höchste Sicherheitsstufe gilt rund um das King-David-Hotel in Jerusalem, in dem die meisten Delegationen untergebracht sind.

Tausende von Polizisten werden den Aufenthalt der Staatsgäste sichern. Dem Einsatzleiter Yischai Schalem zufolge wird die »Operation Zukunft« eine der kompliziertesten Operationen in der Geschichte der israelischen Polizei sein. Dennoch ist Schalem optimistisch: »Das wird wie ein Schweizer Uhrwerk laufen«, sagte Schalem laut »Times of Israel«.

Verkehr Er rechne zwar nicht mit größeren Demonstrationen oder anderen Störungen des Ablaufs, man habe aber die notwendigen Vorkehrungen getroffen, so der Polizeikommandeur. Die höchste Sicherheitsstufe gilt rund um das King-David-Hotel in Jerusalem, in dem die meisten Delegationen untergebracht sein werden.

Israels Autofahrer müssen sich allerdings auf größere Behinderungen einrichten. Besonders betroffen ist die Autobahn 1 von Tel Aviv nach Jerusalem, vor allem am Donnerstagvormittag, wenn Putin und US-Vizepräsident Mike Pence in Tel Aviv landen werden. Eine komplette Schließung der Straße sei dennoch nicht geplant, sagte der Chef der Verkehrspolizei, Erez Amar, der Times of Israel. mth

Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Israel bereitet sich Berichten zufolge auf noch heftigere Angriffe in der Nacht vor

 11.03.2026

Israel

Nachrichten aus Israel: Libanon, Opfer, Kriegsende, Charedim

Meldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo, Sabine Brandes  11.03.2026

Knesset

Umstrittenes Armeegesetz für Ultraorthodoxe auf Eis

Zunächst müsse in Kriegszeiten der Staatshaushalt verabschiedet werden, erklärte der israelische Premier Netanjahu

von Sabine Brandes  11.03.2026

Lanz und Precht

»Irgendwie so bombt man sich das Ganze am Ende zurecht«

In ihrem wöchentlichen Podcast versuchen sich Talkmaster Markus Lanz und Philosoph Richard David Precht an einer Analyse der Hintergründe des Irankriegs – und scheitern gewaltig

von Michael Thaidigsmann  11.03.2026

Tel Aviv

Israel Katz: Krieg nicht zeitlich begrenzt

Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs erteilt der Verteidigungsminister eine Absage. Man werde so lange weiter angreifen, bis alle Ziele erreicht seien

 11.03.2026

Jerusalem

Justizgutachten zu Netanjahus Gnadengesuch fertig

Präsident Herzog muss über den Antrag entscheiden. Ein Termin steht bisher nicht fest

 11.03.2026

Madrid

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

Die Sánchez-Regierung zieht Konsequenzen im Streit mit Israel: Die Botschafterin wird abberufen. Wie es dazu kam und welche politischen Konflikte dahinterstehen

 11.03.2026

Nahost

Israel verlegt Truppen von Gaza an Grenze zum Libanon

Nach Raketenangriffen der Hisbollah wird Israels Nordgrenze mit der Golani-Brigade verstärkt. In Beirut wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive

 11.03.2026

Interview

»Diese Geschosse sind grausam«

Nahostexperte Eyal Zisser über Irans Einsatz von Streubomben gegen Zivilisten und deren internationale Ächtung

von Sabine Brandes  11.03.2026