Archäologie

Vier römische Schwerter am Toten Meer gefunden

Die vier römischen Schwerter wurden bei einer Presseveranstaltung ausgestellt. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Archäologen haben in einer Höhle in der Judäischen Wüste vier römische Schwerter entdeckt. Die in außerordentlich gutem Zustand erhaltenen Waffen seien ein international sehr seltener und einzigartiger Fund, zitieren israelische Medien (Mittwoch) die Forscher.

Die Experten gehen davon aus, dass jüdische Rebellen beim Bar-Kochba-Aufstand die Schwerter von römischen Soldaten erbeuteten und in einer Felsspalte bei Ein Gedi am Toten Meer versteckten.

Drei der Schwerter wurden laut den Berichten mit der Klingen in der Scheide gefunden. Bei drei der Waffen handelt es sich demnach um römische Spatha, zweischneidige Schwerter mit einer Klingenlänge von 60 bis 65 Zentimetern. Das vierte Schwert habe eine Klinge von 45 Zentimetern Länge und sei mit einem Ringknauf versehen. Die Forscher fanden zudem verzierte Griffe aus Holz und Metall sowie Lederstreifen in der Nähe der Waffen. Sie seien durch das trockene Wüstenklima ungewöhnlich gut erhalten.

Stalaktit Die Schwerter wurden laut den Berichten gefunden, als mehrere Forscher und ein Fotograf in eine bereits bekannte Höhle zurückkehrten, um dort einen Stalaktiten mit multispektraler Technologie zu fotografieren. Der Stalaktit trägt eine Inschrift in einer für die Zeit des ersten jüdischen Tempels charakteristischen althebräischen Schrift.

Nach dem Waffenfund führten die Archäologen laut Berichten weitere umfassende Grabungen in der Höhle durch und fanden dabei Artefakte aus dem Chalkolithikum (rund 4.000 v. Chr.) sowie aus der Römerzeit um die Zeitenwende. kna

Meinung

Warum es auch schwerfällt, die gelbe Schleife abzulegen

Zwei Jahre und drei Monate lang haben Menschen auf aller Welt mit der gelben Schleife ihre Solidarität mit den am 7. Oktober 2023 nach Gaza verschleppten Geiseln gezeigt. Nun können wir sie endlich ablegen

von Sophie Albers Ben Chamo  29.01.2026

Israel

Neuanfang

Nach 843 endlosen Tagen konnte Israel mit Ran Gvili auch die letzte Geisel aus dem Gazastreifen nach Hause zurückbringen. Erst jetzt kann der Heilungsprozess des Landes wirklich beginnen

von Sabine Brandes  29.01.2026

Gaza

Terrorgruppe feuerte wissentlich defekte Raketen ab

Islamischer Dschihad nahm zivile palästinensische Opfer in Kauf: »Das ist der Preis des Krieges«

von Sabine Brandes  29.01.2026

Amsterdam

KLM nimmt Wiederaufnahme der Tel-Aviv-Flüge zurück

Die Entscheidung der niederländischen Fluglinie könnte umgehend auch von anderen Airlines getroffen werden – aufgrund der Spannungen zwischen den USA und Iran

 29.01.2026

Meitar

»Alles Lachen ist verschwunden«: Letzte Geisel Ran Gvili beigesetzt

Tausende Menschen nahmen an der Trauerfeier teil, darunter zahlreiche Spitzenpolitiker wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog,

 29.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Jerusalem

Isaac Herzog reist nach Australien

Der israelische Präsident trifft Vertreter der jüdischen Gemeinschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags am Bondi Beach und Premierminister Anthony Albanese

 28.01.2026

Jerusalem

Netanjahu macht Joe Bidens Waffenpolitik für Tod israelischer Soldaten verantwortlich

»Helden sind gefallen, weil sie nicht die Munition hatten, die sie gebraucht hätten«, sagt der Ministerpräsident. Frühere US-Regierungsbeamte weisen den Vorwurf zurück

 28.01.2026

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026