Jerusalem

Verwirrung um Walmart

Die Aktien verschiedener Supermarktketten, darunter Victory, fielen nach den Walmart-Meldungen. Foto: Flash90

Kommt er oder kommt er nicht? In Israel herrscht Verwirrung, ob der US-Supermarktriese Walmart schon bald Filialen im Land eröffnet oder nicht. Nachdem in mehreren Job-Anzeigen auf LinkedIn, einem sozialen Netzwerk für Beruf und Karriere, Angestellte in Jerusalem gesucht wurden, fielen die Aktien verschiedener israelischer Einzelhandelsketten. Doch noch bestreitet Walmart, dass er in den israelischen Markt einsteigt.

KASSIERER Stattdessen erklärte ein Sprecher gegenüber der Wirtschaftszeitung »Calcalist«, dass die Anzeigen für »Jerusalem, IL« tatsächlich für »die Stadt Jerusalem in Illinois« gedacht waren. Allerdings war die geografische Angabe der Stellenausschreibungen der Staat Israel, und zudem existiert in dem amerikanischen Bundesstaat kein gleichnamiger Ort. Gesucht wurden in Dutzenden von Anzeigen Kassierer, Lageristen und Apotheker.

Im vergangenen März war der Geschäftsführer von Walmart, Doug McMillon, gemeinsam mit einer Delegation von leitenden Angestellten nach Israel gereist, um sich mit Behörden und Vertretern von Start-ups zu treffen. Näheres zu dem Besuch wurde allerdings nicht bekannt.

Die Tür zu Netanjahus Büro steht offen, sagt der Wirtschaftsberater des Premierministers.

Missverständnis Ein Jahr zuvor hatte sich Premierminister Benjamin Netanjahu mit einer der Führungskräfte der Einzelhandelskette beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen und über eine potenzielle Markteinführung in Israel gesprochen.

»Wir haben deutlich gemacht, dass wir bereit sind, die Regeln zu vereinfachen, um den Markt zugänglicher zu machen«, hatte der Wirtschaftsberater im Büro des Ministerpräsidenten, Avi Simhon, im Anschluss an das Treffen betont. »Die Tür zu Netanjahus Büro steht offen.«

Ob Walmart diese Tür nimmt, ist derzeit jedoch völlig unklar. Der einzige Kommentar des Sprechers der Kette: »Wir arbeiten daran, das Missverständnis aufzuklären.«

Geiseln

»Wie bitte - es gab keine Dringlichkeit?«

Ehemalige Verschleppte und Angehörige fordern den Rücktritt des Koordinators Gal Hirsch nach Interviews zu Befreiungskundgebungen

von Sabine Brandes  02.02.2026

Gaza

Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Der Übergang ist das Nadelöhr für all diejenigen, die das Kriegsgebiet verlassen wollen. Jetzt sollen einige Palästinenser nach Prüfung durch Israels Geheimdienst wieder aus- und einreisen können

 02.02.2026

Militärübung

Israelische Armee probt für Angriff des Iran

Nördlich von Gaza trainierten Soldaten die Rettung von Verschütteten aus einem künstlich angelegten Trümmerfeld, das einem zerstörten Wohngebiet nachempfunden ist

 02.02.2026

New York/Tel Aviv/Gaza

Bericht: Bekannter Arzt aus Gaza soll Hamas-Oberst sein

Hussam Abu Safyia ist nicht nicht nur Mediziner und Krankenhaus-Chef, sondern ein ranghohes Hamas-Mitglied

 02.02.2026

Nahost

Israel rechnet diese Woche eher nicht mit US-Schlag gegen Iran

in Jerusalem wird Berichten zufolge eher von einem Zeitfenster von Wochen als von Tagen ausgegangen

 02.02.2026

Gesellschaft

Jüdisch-arabische Allianz als »Wendepunkt«

Bei der Großdemonstration gegen Gewalt und staatliches Versagen gingen am Samstag rund 40.000 Menschen in Tel Aviv auf die Straßen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Nahost

Aus dem Leben eines Mossad-Spions im Iran

»Arash« googelte den israelischen Geheimdienst und wurde angeheuert. Kurz vor Beginn des Zwölf-Tage-Krieges wurde er ins Land geschleust

von Sabine Brandes  01.02.2026

Jerusalem

Tote Babys in illegaler Kita

In einer charedischen Kindertagesstätte starben zwei Kinder, mehr als 50 wurden verletzt. Wegen der angeordneten Autopsie kam es zu Ausschreitungen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026