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Verwandte, Marathon, Strafe

700 Millionen Jahre alt: die Seeanemone Foto: Getty Images/iStockphoto

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Verwandte, Marathon, Strafe

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.01.2021 12:34 Uhr

Verwandte
Ungleiche Verwandte? Trotz einem Evolutionsunterschied von rund 700 Millionen Jahren zeigt eine neue Studie der Universität Haifa, dass der Neurotransmitter GABA, der eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Funktion der Gehirne von Säugetieren spielt, auch bei Seeanemonen von großer Bedeutung ist. »Der molekulare Pfad der Seeanemonen ähnelt dem, der bei Menschen gefunden wurde«, erläutert die Leiterin der Studie, die Doktorandin Shani Levy. »In beiden Fällen leitet er die Funktionen des Nervensystems.« Die Erkenntnisse würden neue Wege im Feld der Medizin eröffnen, sind die Forscher sicher. Nesseltiere, zu denen die Seeanemone gehört, sind eine der ältesten Tierarten der Welt. Sie begannen sich vor 700 Millionen Jahren zu entwickeln.

Marathon
Jetzt wird sogar der Marathon virtuell. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv lädt Teilnehmer aus der ganzen Welt ein, beim nächsten Mal »mitzulaufen«. Am bislang letzten »Samsung-Marathon« hatten 40.000 Athleten teilgenommen. Auch 2021 sollen die Läufer aktiv werden, wenn auch ganz für sich allein. Dank einer neuen App können sie laufen, wo immer sie möchten. Vom 15. bis 19. Februar ist das Motto »Alle laufen zusammen – getrennt«. Die App wird eine Startlinien-Zeremonie übertragen sowie für interaktive Überwachung von Routen und Zeiten sorgen. Kits für Läufer können bestellt werden, dazu gehören das offizielle Shirt, eine persönliche Nummer sowie ein Aufkleber mit dem Wort »Finished« und sogar eine Medaille.

Bann
Bildungsminister Yoav Galant (Likud) verbietet Vorträge an Schulen von Gruppierungen, die Israel als »Apartheidstaat« bezeichnen. Diese Bezeichnung wird nicht nur von der Regierung vehement abgelehnt, sie gilt zudem in großen Teilen der Gesellschaft als tabu. Die Menschenrechtsorganisation B’Tselem hatte erklärt: »Während Palästinenser unter verschiedenen Formen von israelischer Herrschaft leben, haben sie in der gesamten Gegend weniger Rechte als Juden.« Galant twitterte, er habe seinen Generaldirektor aufgefordert, »Organisationen, die Israel als ›Apartheidstaat‹ bezeichnen oder Soldaten diffamieren, jegliche Vorträge an Schulen zu verweigern«. B’Tselem erklärte, dass sie das Verbot nicht davon abhalten werde, »die Realität zu dokumentieren«.

Fund
Nach 16 Jahren haben Ermittlungsbehörden endlich den Mord an einer jungen Frau aufgeklärt. Der Leichnam der damals 19-jährigen Nadaa Barud war 2005 im Carmel-Wald in der Nähe von Haifa gefunden worden. Jetzt kam heraus, dass Nadaa von ihrem nur drei Jahre älteren Bruder Hani getötet worden war, dem ihr Lebensstil missfiel. Hani kam wenige Tage nach dem Mord in einer gewalttätigen Auseinandersetzung selbst ums Leben. Der Fall konnte erst gelöst werden, nachdem ein Verwandter der beiden verhaftet wurde – wegen eines Vergehens, das nicht mit dem ursprünglichen Fall in Verbindung steht. Die DNA-Probe des Angehörigen wurde in die nationale Kriminal-Datenbank eingespeist und führte zu dem Ergebnis.

Strafe
Diese beiden sind wohl nicht im Guten auseinandergegangen. Gegen einen Angestellten des Gesundheitsministeriums wird derzeit ermittelt, weil er seine Ex-Freundin angeblich viermal in Quarantäne schickte – ohne dass es dafür einen Grund gegeben habe. Der Verdächtige habe der Frau SMS geschickt, sich umgehend in die Isolation zu begeben. Dem 35-Jährigen, der in einem Callcenter des Ministeriums arbeitet, wird Machtmissbrauch vorgeworfen. Aufmerksam wurde man auf den Mann, als eine einzige Person viermal hintereinander Einspruch gegen die Quarantäne-Anordnungen einlegte.

Gefahr
Angeblich ist das Leben der Mutter von Supermodel Bar Refaeli in Gefahr. Tzipi Refaeli, die sich derzeit wegen Steuerhinterziehung in Haft befindet, müsse den Angaben ihres Arztes zufolge sofort in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Fernsehkanal 13 berichtete, dass sich Mutter Refaeli im Gefängnis mit dem Coronavirus angesteckt habe. Sie habe zwar keine Symptome, doch wegen ihrer bestehenden Herzerkrankung sei ihr Leben in Gefahr, meint ihr persönlicher Kardiologe, Yehuda Adler.

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