Forum

Versammlung gegen den Hass

Reisen ins Heilige Land bildet – und soll Antisemitismus vorbeugen. Foto: Flash 90

Um den wachsenden Antisemitismus einzudämmen, sollen junge Europäer mit einem staatlich geförderten Programm nach Israel reisen. Nach einem Bericht der Jerusalem Post machte diesen Vorschlag gestern Gideon Meir, Generaldirektor im israelischen Außenministerium, auf der Abschlussversammlung des Global Forum for Combating Anti-Semitism in Jerusalem.

Birthright Regierungen von Ländern mit starkem Antisemitismus und Antizionismus »sollten mit Israel zusammenarbeiten und eine große Anzahl junger Christen und Muslime nach Israel schicken, damit sie selbst sehen, wer die Juden und Israel wirklich sind«, sagte Meir. Er schlage deshalb eine Art Birthright-Programm für Nichtjuden vor, das innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 100.000 »relevante Individuen« zu einer Entdeckungsreise nach Israel bringe.

Die Programmteilnehmer würden dann als eine Art Botschafter in ihre Heimatländer zurückkehren und dem Hass entgegenwirken. Wenn ausländische Regierungen seinen Vorschlag annähmen, wäre das ein großer Schritt im Kampf gegen den Antisemitismus, sagte Meir.

In Jerusalem endete gestern die vierte Konferenz des Global Forums zur Bekämpfung des Antisemitismus. Drei Tage lang hatten Vertreter von Regierungen, Religionsgemeinschaften und anderen Organisationen aus zahlreichen Ländern darüber beraten, wie der Antisemitismus bekämpft werden kann. ja

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Israelische Armee und Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im Gazastreifen Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Kommandozentrale zerstört. Verteidigungsminister Katz droht dem neuen Hamas-Chef

 11.10.2026

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Vereitelter Terroranschlag

Flydubai-Passagiere wollen auf Hunderte Millionen klagen

Nach dem versuchten Anschlag an Bord des Fluges nach Tel Aviv bereiten Israelis Klagen gegen die Airline und möglicherweise mehrere Staaten vor

von Sabine Brandes  11.10.2026

Gesellschaft

Hamas-Massaker überschattet Israels Wahlkampf

Die meisten Israelis sehen den 7. Oktober als wichtigen Faktor für ihre Wahlentscheidung. Umfragen zeigen, dass weder Netanjahus Lager noch die Opposition die Mehrheit erhält

von Sabine Brandes  11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026