Forum

Versammlung gegen den Hass

Reisen ins Heilige Land bildet – und soll Antisemitismus vorbeugen. Foto: Flash 90

Um den wachsenden Antisemitismus einzudämmen, sollen junge Europäer mit einem staatlich geförderten Programm nach Israel reisen. Nach einem Bericht der Jerusalem Post machte diesen Vorschlag gestern Gideon Meir, Generaldirektor im israelischen Außenministerium, auf der Abschlussversammlung des Global Forum for Combating Anti-Semitism in Jerusalem.

Birthright Regierungen von Ländern mit starkem Antisemitismus und Antizionismus »sollten mit Israel zusammenarbeiten und eine große Anzahl junger Christen und Muslime nach Israel schicken, damit sie selbst sehen, wer die Juden und Israel wirklich sind«, sagte Meir. Er schlage deshalb eine Art Birthright-Programm für Nichtjuden vor, das innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 100.000 »relevante Individuen« zu einer Entdeckungsreise nach Israel bringe.

Die Programmteilnehmer würden dann als eine Art Botschafter in ihre Heimatländer zurückkehren und dem Hass entgegenwirken. Wenn ausländische Regierungen seinen Vorschlag annähmen, wäre das ein großer Schritt im Kampf gegen den Antisemitismus, sagte Meir.

In Jerusalem endete gestern die vierte Konferenz des Global Forums zur Bekämpfung des Antisemitismus. Drei Tage lang hatten Vertreter von Regierungen, Religionsgemeinschaften und anderen Organisationen aus zahlreichen Ländern darüber beraten, wie der Antisemitismus bekämpft werden kann. ja

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