Jerusalem

Verpflichtung vereinbart

Guido Westerwelle besucht die Gedenkstätte Yad Vashem. Foto: Flash 90

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und der israelische Bildungsminister Gideon Sa’ar haben am Mittwoch in Jerusalem eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der Deutschland die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bis 2021 mit jährlich einer Million Euro unterstützen wird.

Mit diesem Geld soll es der Jerusalemer Einrichtung ermöglicht werden, Dokumente in Archiven überall auf der Welt aufzufinden, anzukaufen und zugänglich zu machen. Zudem soll eine neue deutschsprachige Website eingerichtet sowie das Bildungszentrum in Yad Vashem unterstützt werden.

»Die Unterzeichnung dieses wichtigen Abkommens ist für mich ein berührender Moment, denn wir finanzieren hier ein Programm gegen das Vergessen. Ein Programm, das die deutsche Verantwortung wahrnimmt und aufnimmt. Das dunkelste Kapitel unserer deutschen Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten, kommende Generationen müssen aus dieser schrecklichen Zeit lernen«, erklärte Westerwelle gegenüber der Jüdischen Allgemeinen.

Westerwelle lege großen Wert darauf, dass dieses Abkommen »nicht nur ein klares Bekenntnis der deutschen Bundesregierung, sondern auch des deutschen Volkes zur Freundschaft mit Israel« ist. »Wir kennen unsere historische Verantwortung und sind dankbar dafür, dass die Erinnerung wachgehalten wird, damit kommende Generationen daraus lernen können«, sagte der Außenminister.

Bedeutung Der Leiter von Yad Vashem, Avner Schalev, sagte zu der Vereinbarung: »Die deutsche Bundesregierung erkennt damit Yad Vashem als weltweit führendes Zentrum für die Dokumentation, Forschung und Aufklärung über den Holocaust an und versteht dessen besondere Bedeutung für das jüdische Volk und die ganze Welt. Diese Vereinbarung stärkt die Verpflichtung der deutschen Regierung und des deutschen Volkes, an den Holocaust zu erinnern.«

Mehr als 60 Millionen Textseiten zur Geschichte des Holocaust werden in Yad Vashem aufbewahrt, entweder im Original oder auf Mikrofilm. In der »Halle der Namen« sind Zeugenaussagen von Überlebenden zu zwei Millionen Holocaust-Opfern gesammelt, sowie zusätzlich eine Million Namen, die aus Dokumenten erschlossen wurden. ja/epd

Bildung

Handys weg!

In Tel Avivs Schulen müssen Mobiltelefone künftig im Schließfach bleiben

von Sabine Brandes  24.09.2026

Politische Einflussnahme

»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck

Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben

 24.09.2026

Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen

 24.09.2026

Tel Aviv

Fall eines Grenzpostens erleichterte Hamas-Angriff auf Be’eri

Einer Untersuchung zufolge war die Einheit nicht auf einen groß angelegten Überraschungsangriff vorbereitet

 24.09.2026

Jerusalem

Wahlausschuss schließt arabische Parteien und Kandidaten von Israels Wahl aus

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Artikel des Kandidaten Abu Shehadeh. Darin bezeichnete er den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als »ein wichtiges historisches Ereignis in militärischer, politischer und strategischer Hinsicht«

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Sohn von Israels US-Botschafter bei Anschlag schwer verletzt

Neria Leiter benötige »ein Wunder«, um zu überleben, erklärt sein Vater

 24.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026