Doha

Verhandlungen vertagt

Demonstranten fordern am Donnerstag in Tel Aviv ein Abkommen zwischen Israel und Hamas und die Freilassung der Geiseln. Foto: copyright (c) Flash90 2024

In einer gemeinsamen Erklärung haben Ägypten, Katar und die Vereinigten Staaten mitgeteilt, dass die USA einen neuen Waffenstillstandsvorschlag für Gaza sowohl Israel als auch der Hamas vorgelegt haben. Das berichtet die »Times of Israel«.

Demnach soll dieser Vorschlag die noch bestehenden Differenzen zwischen den Konfliktparteien überbrücken. Die beteiligten Vermittler werden sich in der kommenden Woche erneut treffen, um die Verhandlungen abzuschließen.

Die Erklärung wurde nach zweitägigen Verhandlungen in Doha veröffentlicht. »In den letzten 48 Stunden haben hochrangige Beamte unserer Regierungen in Doha intensive Gespräche geführt, um eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand sowie die Freilassung von Geiseln und Gefangenen zu erreichen. Diese Gespräche waren ernsthaft und konstruktiv und fanden in einer positiven Atmosphäre statt«, heißt es in der Erklärung.

Lesen Sie auch

Weiter wird ausgeführt: »Heute Morgen haben die USA mit Unterstützung von Ägypten und Katar beiden Parteien einen Brücken-Vorschlag unterbreitet, der im Einklang mit den von Präsident Biden am 31. Mai 2024 formulierten Grundsätzen und der Resolution Nr. 2735 des Sicherheitsrates steht. Dieser Vorschlag baut auf den in der vergangenen Woche erzielten Übereinstimmungen auf und überbrückt die verbleibenden Differenzen, um eine zügige Umsetzung der Vereinbarung zu ermöglichen.«

Arbeitsgruppen werden in den kommenden Tagen weiter an den Details der Umsetzung arbeiten, einschließlich der humanitären Bestimmungen und spezifischer Regelungen für Geiseln und Gefangene.

Abschließend heißt es in der Erklärung: »Hochrangige Beamte unserer Regierungen werden sich noch vor Ende der nächsten Woche in Kairo erneut treffen, um die Vereinbarung unter den heute vorgestellten Bedingungen abzuschließen. Wie die Staats- und Regierungschefs der drei Länder bereits letzte Woche erklärten: ‚Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren und keine Entschuldigungen mehr für weitere Verzögerungen‘.« ja

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nachrichten

Wohnen, Defizit, Währung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026