Israel

Vereinbarung: Medikamente für Geiseln der Hamas

Familien und Freunde von Geiseln der Hamas demonstrieren am Freitag in der Nähe des Kibbuz Urim für ihre Freilassung. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Unter Vermittlung des Golfemirats Katar hat Israel nach eigenen Angaben mit der Terrororganisation Hamas eine Vereinbarung darüber erzielt, den in den Gazastreifen verschleppten Geiseln Medikamente zukommen zu lassen. Die Arzneien sollen »in den nächsten Tagen« auf den Weg gebracht werden, wie das israelische Ministerpräsidentenamt am Freitagabend in Jerusalem mitteilte.

Im Gegenzug dafür soll Israel Medikamente für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen liefern. Die Hamas äußerte sich zunächst nicht dazu.

Israel geht davon aus, dass noch 136 Geiseln in dem Küstengebiet festgehalten werden. 25 von ihnen sind vermutlich nicht mehr am Leben. Unter den Verschleppten befinden sich auch alte und kranke Menschen, von denen etliche an Krebs oder Diabetes leiden und deshalb regelmäßig Medizin benötigen.

»Sichtbare Beweise«

Das Forum der Geiselfamilien forderte indessen »sichtbare Beweise« dafür, dass die Medikamente die Geiseln erreicht haben, bevor Israel Arzneien für die palästinensische Bevölkerung zur Verfügung stellt.

»Die schockierenden Bilder von Geiseln in ihrer Gefangenschaft erfordern erhöhten Druck auf die Länder, die an den Verhandlungen beteiligt sind«, hieß es in der Stellungnahme des Forums am Freitagabend. Es gehe darum, »auf die unverzügliche Freilassung der Geiseln zu dringen und sich nicht mit der Übergabe von Medikamenten zu begnügen«. dpa

Gaza

Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Der Übergang ist das Nadelöhr für all diejenigen, die das Kriegsgebiet verlassen wollen. Jetzt sollen einige Palästinenser nach Prüfung durch Israels Geheimdienst wieder aus- und einreisen können

 02.02.2026

Militärübung

Israelische Armee probt für Angriff des Iran

Nördlich von Gaza trainierten Soldaten die Rettung von Verschütteten aus einem künstlich angelegten Trümmerfeld, das einem zerstörten Wohngebiet nachempfunden ist

 02.02.2026

New York/Tel Aviv/Gaza

Bericht: Bekannter Arzt aus Gaza soll Hamas-Oberst sein

Hussam Abu Safyia ist nicht nicht nur Mediziner und Krankenhaus-Chef, sondern ein ranghohes Hamas-Mitglied

 02.02.2026

Nahost

Israel rechnet diese Woche eher nicht mit US-Schlag gegen Iran

in Jerusalem wird Berichten zufolge eher von einem Zeitfenster von Wochen als von Tagen ausgegangen

 02.02.2026

Gesellschaft

Jüdisch-arabische Allianz als »Wendepunkt«

Bei der Großdemonstration gegen Gewalt und staatliches Versagen gingen am Samstag rund 40.000 Menschen in Tel Aviv auf die Straßen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Nahost

Aus dem Leben eines Mossad-Spions im Iran

»Arash« googelte den israelischen Geheimdienst und wurde angeheuert. Kurz vor Beginn des Zwölf-Tage-Krieges wurde er ins Land geschleust

von Sabine Brandes  01.02.2026

Jerusalem

Tote Babys in illegaler Kita

In einer charedischen Kindertagesstätte starben zwei Kinder, mehr als 50 wurden verletzt. Wegen der angeordneten Autopsie kam es zu Ausschreitungen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026

Registrierung abgelehnt

Ärzte ohne Grenzen soll Gazastreifen verlassen

Die Hilfsorganisation weigerte sich, israelischen Behörden eine Liste mit palästinensischen Ortskräften vorzulegen. Mit dem Schritt will Israel sicherstellen, dass Terroristen NGOs nicht unterwandern können

 01.02.2026