Israel

Vater von Ex-Geisel: Wir haben ihr die Kontrolle überlassen

Eitan Gonen, der Vater von Romi Gonen, die vom palästinensischen Terror in Gaza festgehalten wurde Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Eitan Gonen, Vater der ehemaligen Hamas-Geisel Romi Gonen (24), hat in einem Interview der israelischen Nachrichtenseite ynet über den Heilungsprozess und die Bewunderung für seine Tochter gesprochen. »Nach Gesprächen mit den Psychologen haben wir ihr die Kontrolle überlassen«, sagte er.

»Wir haben ihr gesagt, dass wir sie nicht überfordern oder ihr Unbehagen bereiten wollen. Wir werden keine Fragen stellen und sie die Sache auf ihre Weise verarbeiten lassen.« Wenn Romi eine Umarmung wolle, bekomme sie diese, wenn sie Abstand brauche, erhalte sie ihn.

Die 24-jährige Romi GonenFoto: picture alliance / newscom
Fast nur Arabisch gesprochen

Am ersten Tag der Freilassung habe Romi fast nur Arabisch gesprochen, sagte der Vater. Die Hamas-Kämpfer, die sie im Gazastreifen gefangen hielten, hätten weder Englisch noch Hebräisch gesprochen. Arabisch zu lernen, sei das Werkzeug gewesen, um die Gefangenschaft zu bewältigen: »Aufstehen, Reden, Gehen - für alles brauchte es eine Erlaubnis. Und wie bekommt man die? Indem man ihre Sprache lernt.«

Lesen Sie auch

In der Gefangenschaft habe Romi - die am Ende mit ihr freigelassene - Emily Damari getroffen und zwischen den Frauen sei eine enge Verbindung erwachsen. »Sie waren die ganze Welt füreinander in der Gefangenschaft.« Auch jetzt unternähmen die beiden Frauen viel miteinander. »Wir haben ein neues Familienmitglied«, so Gonen.

Den engen Zusammenhalt der Geiseln betonte auch die am Samstag freigelassene Soldatin Naama Levy in einer ersten Nachricht auf Instagram, die in israelischen Medien zitiert wurde.

Während der ersten 50 Tage ihrer Gefangenschaft sei sie fast durchgehend allein gewesen. Danach sei sie mit den anderen Armeespäherinnen und Zivilisten zusammen gewesen. »Wir haben uns gegenseitig Stärke und Hoffnung gegeben. Wir haben einander bis zum Tag der Freilassung und danach gehalten.« dpa/ja

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026

Iran

Netanjahu zu den Protesten im Iran: »Wir stehen an eurer Seite«

Jerusalem beobachtet genau, wie das Regime in Teheran auf die Demonstrationen reagiert

von Sabine Brandes  10.01.2026 Aktualisiert