Nahost

USA: Golanhöhen gehören zu Israel

Foto: dpa

US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass die USA die Souveränität Israels über die Golanhöhen anerkennen. Nach 52 Jahren sei es für die Vereinigten Staaten an der Zeit dafür, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter vor einem geplanten Besuch von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der kommenden Woche in Washington.

Israel hatte die Golanhöhen 1981 besetzt, was international aber nicht anerkannt wurde. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

ANERKENNUNG Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüßte die Äußerungen Trumps zum Status der Golanhöhen. »Zu einer Zeit, in der der Iran Syrien als Plattform zur Zerstörung Israels benutzen will, erkennt Präsident Trump mutig Israels Souveränität über die Golanhöhen an«, schrieb Netanjahu bei Twitter. »Danke, Präsident Trump!«

Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau oberhalb des Sees Genezareth mit der Stadt Tiberias und dicht besiedelten Gebieten im Norden Israels. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bemüht sich immer wieder international um eine Anerkennung der Golanhöhen als israelisch. »Der Golan ist Teil Israels, der Golan muss für immer ein Teil von Israel bleiben«, sagte er erst kürzlich.

Seit Kurzem bezeichnen die USA die Golanhöhen als »von Israel kontrolliert«.

Vor Kurzem hatte das US-Außenministerium seine Wortwahl zum Status der Golanhöhen geändert. In einem Bericht zur Menschenrechtslage in Israel bezeichnete das Ministerium die Gebiete als »von Israel kontrolliert«. Im vergangenen Jahr waren sowohl die Golanhöhen als auch die ebenfalls 1967 eroberten Gebiete Westjordanland und der Gazastreifen noch als von Israel »besetzt« bezeichnet worden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Jerusalem, die neue Wortwahl in dem Bericht sei kein Fehler gewesen. Sie sei sehr bewusst gewählt worden.

ENTSCHEIDUNG Trump empfängt Netanjahu in der kommenden Woche im Weißen Haus. Trumps Nahostpolitik erhält bei der Regierung in Israel viel Beifall. Netanjahu lobte etwa die Entscheidung der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sowie den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran.

Der israelische Premier nimmt an der Jahrestagung der amerikanisch-israelischen Organisation Aipac in Washington teil, wo er eine Rede halten wird. Im Weißen Haus wollen die beiden Politiker »die gemeinsamen Interessen und Handlungen beider Länder im Nahen Osten« diskutieren. In Israel wird am 9. April ein neues Parlament gewählt.  dpa/ja

Jerusalem

Streit zwischen Netanjahu und Kushner über Angriffe auf Hamas-Terroristen

Bei ihrem jüngsten Gespräch ging es um den weiteren Umgang mit Hamas-Terroristen, die am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt waren. Israel will diese Täter weiterhin angreifen

 19.08.2026

Medizin-Skandal

Eigenes Baby - falsches Sperma?

Eine Mutter in Israel vermutet eine Verwechslung bei der Samenspende. Der Fall führt erneut zum Assuta-Krankenhaus

von Sabine Brandes  18.08.2026

Meinung

Von Menschen und Monstern

Die neuen Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir sind schockierend, aber leider nicht überraschend

von Ayala Goldmann  18.08.2026

Wandern

Der Weg ist das Ziel

Auf einer Länge von 111 Kilometern lassen sich zwischen Jaffa und Jerusalem auf einem neuen Trail antike Stätten, wechselnde Landschaften und vielfältige Gemeinschaften neu entdecken

von Sabine Brandes  18.08.2026

Tel Aviv

Yoseph Haddad gründet Partei

Der arabisch-israelische Aktivist startet im Vorfeld der für den 27. Oktober vorgesehenen Knesset-Wahlen eine Kampagne

 18.08.2026

Energieminister Eli Cohen

Analyse

Ein neuer Likud?

Eli Cohen liegt bei den Vorwahlen auf Platz eins – und die umstrukturierte Liste zeigt, wie umkämpft die Partei vor der Knesset-Wahl ist

von Sabine Brandes  18.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Konzerte

Rückkehr ausländischer Künstler auf israelische Bühnen

Auch der französische Pianist Richard Clayderman hat zwei Konzerte im jüdischen Staat vor sich. Welche anderen Musiker kommen?

 18.08.2026

Westjordanland

Israelische Sicherheitskräfte räumen illegalen Siedler-Außenposten bei Hebron

Die Bewohner hatten zuvor israelische Polizisten angegriffen und an der Arbeit behindert

 18.08.2026