Israel

Umweltministerin verbietet Jagd wegen Vogelgrippe-Ausbruch

Israels Umweltministerin Tamar Sandberg Foto: Copyright (c) Flash 90 2021

Wegen eines massiven Ausbruchs der Vogelgrippe in Israel hat die Umweltministerin Tamar Sandberg bis zum Monatsende die Jagd verboten. Ziel sei es, Kontakte zwischen Vögeln und Menschen auf ein Minimum zu beschränken, sagte die Ministerin nach Angaben ihres Büros. Sie sprach von einem »schweren und außergewöhnlichen Ausbruch« der Vogelgrippe. Der Jagdstopp sei auch nötig, um die Gesundheit der Jäger zu schützen. Es besteht die Sorge, dass sich auch Menschen mit dem potenziell gefährlichen Virus anstecken.

Legebatterie In den vergangenen Monaten ist es in Israel in mehreren Legebatterien zu Ausbrüchen der Vogelgrippe gekommen. Hunderttausende von Legehennen wurden bereits getötet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In den letzten Wochen haben sich aber auch viele Wildvögel infiziert. Unter anderem verendeten mehrere tausend Kraniche. Sie kommen als Zugvögel aus Südeuropa nach Israel, um dort auf dem Weg nach Afrika Station zu machen. 

»Wir gehen davon aus, dass es sich um eine besonders aggressive Variante der Vogelgrippe handelt, die zu massiver Sterblichkeit bei Vögeln führt«, hieß es in der Mitteilung des Umweltministeriums vom Montag.

Epidemie Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte Ende Dezember mitgeteilt, auch in Deutschland und Europa erlebe man derzeit »die stärkste Geflügelpest-Epidemie überhaupt«. Täglich kämen neue Fälle hinzu, und das nicht nur bei Wildvögeln.

Nach Angaben aus Israel sind auch Enten und Tauben, die normalerweise gejagt werden dürfen, von der Krankheit betroffen. Man gehe davon aus, dass die Vogeljagd die Ausbreitung der Krankheit begünstige, weil Schüsse dazu führten, dass leicht erkrankte Vögel fortfliegen und die Vogelgrippe in weitere Gebiete tragen.

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