Diplomatie

Ukraine will »Innovationsbüro« in Jerusalem eröffnen

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch Netanjahus in Kiew Foto: dpa

Die Ukraine plant die Eröffnung eines mit ihrer Botschaft verbundenen Büros in Jerusalem. Das »Innovationsbüro« solle Unternehmen beider Länder beim Finden von Partnern helfen, teilte Außenminister Wadim Pristaiko per Twitter mit. Die Botschaft bleibe jedoch im rund 50 Kilometer entfernten Tel Aviv am Mittelmeer.

Der israelische Außenminister Israel Katz begrüßte die Entscheidung Kiews. Die Eröffnung des Büros sei »ein starker Ausdruck der stabilen Beziehungen zwischen den beiden Staaten«, sagte Katz.

Die Botschaft bleibe jedoch im rund 50 Kilometer entfernten Tel Aviv am Mittelmeer, betont die Ukraine.

Auf Twitter schrieb er: »Das stärkt den Status von Jerusalem weltweit.« Er habe die zuständige Stelle angewiesen, sich sofort um die Umsetzung der Entscheidung zu kümmern. Der Eröffnungstermin blieb zunächst unklar.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember 2017 in einem historischen Alleingang Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt. Im Mai verlegten die USA die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Beide Schritte wurden international teilweise scharf kritisiert.

Kurz darauf folgte Guatemala mit der Verlegung seiner Botschaft nach Jerusalem. Erst im September eröffnete Honduras ein diplomatisches Büro in Jerusalem.

Der israelische Außenminister Israel Katz begrüßte die Entscheidung Kiews.

Die Verlegungen von Botschaften nach Jerusalem sind umstritten. Der Status Jerusalems soll nach Auffassung des überwiegenden Teils der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt werden.  dpa

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert