Washington D.C.

»What the fuck« - Trump sauer über Bruch der Waffenruhe

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump hat Israel aufgefordert, den Iran trotz des Bruchs der Waffenruhe durch das Mullah-Regime nicht anzugreifen. »Israel. Werft diese Bomben nicht ab. Wenn ihr es tut, ist das eine schwerwiegende Verletzung. Bringt eure Piloten sofort nach Hause! Donald J. Trump, Präsident der Vereinigten Staaten«, schrieb er in einer vollständig in Großbuchstaben verfassten Nachricht auf seiner eigenen Social-Media-Plattform »Truth Social«.

Vor Journalisten legte der US-Präsident nach und fluchte: »Wir haben zwei Länder, die so lange und so hart gekämpft haben, dass sie nicht wissen, was zum Teufel (im englischen Original: «what the fuck», Anm. d. Red.) sie da tun.«

Mit einem Raketenangriff auf Israel hat der Iran die Waffenruhe mit Israel gebrochen, die am Dienstagmorgen eigentlich in Kraft getreten war. Die israelische Regierung hatte die Vereinbarung eine Stunde zuvor bestätigt.

Am Montagabend war ein Waffenstillstand von US-Präsident Trump angekündigt worden. Das iranische Regime trat der Vereinbarung nach nächtlichen Angriffen auf Israel bei. Vier Menschen in Beer Sheva kamen am Dienstagmorgen beim Einschlag einer Rakete in ein Wohnhaus um.

Laut israelischen Medienberichten flogen zwei Raketen aus dem Iran nach Israel. Diese seien vermutlich abgeschossen worden, schrieben Zeitungen.

Im Norden heulten erneut die Sirenen, als die Waffe in der Luft war. Kurz vor 11.00 Uhr Ortszeit kam die Entwarnung.

Lesen Sie auch

»Mit voller Kraft«

Verteidigungsminister Israel Katz wies die Streitkräfte (IDF) an, »entschlossen« zu antworten, mit »intensiven Luftangriffe gegen Ziele des Regimes im Herzen Teherans«.

Zuvor hatten Knesset-Abgeordnete wegen des Bruchs der Waffenruhe Vergeltungsmaßnahmen gefordert. »Teheran wird erzittern«, twitterte der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich. Avichai Boaron vom Likud verlangte Angriffe »mit voller Kraft«. Andere Knesset-Mitglieder schlossen sich diesen Forderungen an.

Ein Regierungsbeamter wurde in Zeitungsberichten zitiert. Er sagte demnach: »Iran hat die Waffenruhe gebrochen und wird dafür bezahlen.« Generalstabschef Eyal Zamir kündigte an, Israel werde mit Entschlossenheit antworten.

Derweil bestritt der Iran, nach der Bestätigung der Waffenruhe Raketen abgefeuert zu haben. Die staatliche Nachrichtenagentur ISNA schrieb, die Berichte über den Angriff seien falsch. ja

Jerusalem

Netanjahu weist Verantwortung für Versagen am 7. Oktober zurück

Der Ministerpräsident bestreitet in einer Stellungnahme jede Verantwortung. Stattdessen verweist er auf Bewertungen der Sicherheitsbehörden und auf strategische Weichenstellungen früherer Jahre

 06.02.2026

7. Oktober

Die letzte Geisel

Mit der Operation »Tapferes Herz« wurde der Leichnam von Ran Gvili in Gaza geborgen und nach Hause gebracht. Das sind die Details

von Sabine Brandes  05.02.2026

Nahost

Natürliches Bündnis?

Nach der Offensive der syrischen Armee in Rojava nähern sich die Kurden Israel an. Eine Expertin erklärt die Hintergründe

von Sabine Brandes  05.02.2026

Jerusalem

Sitzung des Sicherheitskabinetts kurzfristig angekündigt

Um 16 Uhr Ortszeit kommt das Gremium zusammen. Worum geht es?

 05.02.2026

Jerusalem

Israeli wegen Spionage für Iran zu drei Jahren Haft verurteilt

Elimelech Stern aus Beit Schemesch wurde wegen Kontakts mit einem ausländischen Agenten und Verschwörung schuldig gesprochen

 05.02.2026

Israel

Reservisten wegen Schmuggels in den Gazastreifen angeklagt

Unter den Beschuldigten ist auch der Bruder des Shin-Bet-Chefs. Er soll im Zentrum der Verbrecherbande stehen

 05.02.2026

Tel Aviv

Die arabische Stimme der israelischen Streitkräfte

Major Ella Waweya übernimmt die Funktion der IDF-Sprecherin für arabische Medien. Schon zuvor war sie keine Unbekannte

von Imanuel Marcus  05.02.2026

Gewalt

Dreifacher Mord im Norden: Herzog spricht von nationalem Notstand

Der Vorfall ist Teil einer alarmierenden Gewaltwelle in arabischen Gemeinden Israels. Der Präsident sieht einen sieht einen »nationalen Notstand«

 05.02.2026

Luftfahrt

Bau eines neuen Flughafens in der Negev-Wüste soll beschlossen werden

Zu den Zielen gehört eine wirtschaftliche Stärkung der Region und eine erforderliche Entlastung des Ben-Gurion-Flughafens zwischen Tel Aviv und Lod

 05.02.2026