Mode

Trend aus dem Kibbuz

Schuhe aus einem israelischen Kibbuz sind der Renner in Japan. Teva Naot aus Jad Mordechai ist die Marke, für die Frauen im Land der aufgehenden Sonne Schlange stehen. Und zwar vor allem nach dem Modell »Iris«.

In den vergangenen Jahren verkaufte Teva Naot mehr als 55.000 Paare »Iris«, die den hackenlosen Slippern ähneln, die japanische Frauen traditionell zum Kimono tragen. Erhältlich ist der hochwertige Lederschuh in 13 Farben, besonders beliebt ist die Farbe Honigbraun. Neben diesem Modell gibt es 20 andere, die im Kibbuz speziell für den japanischen Markt designt werden.

Kunstwerke Der Verkaufspreis von rund 200 US-Dollar pro handgefertigtem Paar scheint den Japanern nicht zu hoch zu sein. »Denn die Menschen dort behandeln ihre Schuhe anders«, weiß der Geschäftsführer von Teva Naot, Michael Ilouz. »Sie werfen sie nicht weg, sondern lassen sie reparieren. Wenn die Schuhe schließlich ganz abgetragen sind, bringen sie sie ins Geschäft zum Recyceln zurück. Und wir machen dann Schuh-Kunstwerke daraus.«

»Unsere Schuhe sind auch besonders bei japanischen Geschäftsleuten und Berühmtheiten beliebt«, berichtet der Geschäftsführer stolz. Um erfolgreich zu bleiben, investierte Teva Naot im vergangenen Jahr 250.000 Dollar in eine Werbekampagne, bringt japanische Stars in die Läden und ist mit ihren Schuhen ständig auf Messen und Festivals präsent. Mittlerweile gibt es vier Geschäfte in Japan, drei in Tokio und eines in der Stadt Nara. Drei weitere sind für die kommenden Jahre geplant.

Die Firma, die vor mehr als 70 Jahren von einigen Schuhmachern im Kibbuz Jad Mordechai gegründet wurde, ist mittlerweile zur größten israelischen Schuhfirma aufgestiegen und verfügt über 80 Filialen in Ländern auf der ganzen Welt. Doch Japan soll der größte Markt der Welt werden. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz allein hier bei rund vier Millionen Dollar. 2016, hofft die Geschäftsführung, sollen es mindestens fünf Millionen werden. Tendenz steigend.

Jerusalem

Israel bereitet offenbar neue Offensive zur Entwaffnung der Hamas vor

Hintergrund ist die Einschätzung in Sicherheitskreisen, dass die palästinensische Terrororganisation ihre Waffen nicht freiwillig abgeben wird

 11.02.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu erhielt schon 2018 Hinweise auf Hamas-Invasionspläne

Eine erste Fassung des Plans der Terroristen soll an zentrale Entscheidungsträger gelangt sein

 11.02.2026

Nahost

Israel will erstmals Attentäter ausweisen

Den beiden arabischen Israelis wurde die Staatsbürgerschaft entzogen, sie sollen in den Gazastreifen abgeschoben werden

 10.02.2026

Eurovision Song Contest

Israels ESC-Song steht fest

In Israel wurde der Song, mit dem Noam Bettan in Wien antreten wird, ausgewählt. Vorjahreskandidatin Yubval Raphael hat ihn getextet

 10.02.2026

Reisen

Condor fliegt wieder von Frankfurt nach Israel

Die deutsche Fluggesellschaft nimmt die Strecke ab Mai 2026 nach langer Pause wieder in ihr Angebot auf

von Sabine Brandes  10.02.2026

Gaza

Indonesien will erste Truppen für Stabilisierungstruppe entsenden

Schon in den kommenden Wochen könnten Tausende Soldaten entsandt werden

 10.02.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher testen Krebstherapie gegen Alzheimer

Grundlage ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie, die bislang vor allem bei Leukämie eingesetzt wird

 10.02.2026

Untersuchungskommission

Ex-Verteidigungsminister Gallant nennt Netanjahu »Lügner«

Der israelische Premier beschuldigt die Sicherheitskräfte für das Versagen vor dem Massaker der Hamas

von Sabine Brandes  09.02.2026

Iran

Mullah-Regime droht Tel Aviv mit »Raketenhagel«

Ein Poster einer riesigen Karte der israelischen Metropole mit rot markierten »Angriffszielen« taucht in Teheran auf

von Sabine Brandes  09.02.2026