Israel

Trauer um Rona Ramon

Rona Ramon Foto: Flash 90

In wenigen Tagen hätte ihr die Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion-Universität (BGU) für ihr Wirken verliehen werden sollen. Doch Rona Ramon wird diesen Tag nicht mehr erleben. Am Sonntag verstarb die Ehefrau des ersten israelischen Astronauten, Ilan Ramon, im Alter von 54 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung. Israel trauert um die mutige Frau und vorbildliche Aktivistin, die viele Tragödien in ihrem Leben durchstehen musste.

Ihr Mann war beim Absturz der Columbia-Rakete im Jahr 2003 ums Leben gekommen. Sechs Jahre darauf starb ihr ältester Sohn Assaf, ein Kampfjetpilot in der israelischen Armee, bei einem Trainingsunfall mit nur 21 Jahren. Rona Ramon hinterlässt ihre drei anderen Kinder Tal, Yiftah und Noa. Trotz der Verluste engagierte sie sich unermüdlich für die Raumfahrt, Kinder und ihr Heimatland Israel.

stiftung Sie gründete auch die Ramon-Stiftung, die jährlich Hunderttausenden von Kindern und Jugendlichen die Raumfahrt näherbringt, im Namen ihres Mannes Ilan und ihres Sohnes Assaf. Die Stiftung veröffentlichte die Nachricht, dass Rona Ramon »im Kreis ihrer Familie und Lieben friedlich zu Hause eingeschlafen ist«.

Universitätspräsidentin Rivka Carmi, die ihr die Doktorwürde hätte verleihen sollen, sagte: »Rona war eine einzigartige und inspirierende Frau. Ihre Wärme und innere Stärke erlaubten es ihr, persönliche Trauer zu überstehen, um Israels Beteiligung an der Erkundung des Weltalls voranzutreiben. Ronas Leidenschaft für die Wissenschaft, für das Weltall, Kinder und Israel wird weiterleben und uns in der Zukunft herausfordern und inspirieren.«

Nasa Die NASA sandte aus den USA Beileidsbekundungen, israelische Politiker drückten ihre tiefe Trauer aus. Regierungschef Benjamin Netanjahu schrieb: »Rona stand nach dem Tod ihrer Liebsten Ilan und Assaf mutig wieder auf. Sie sagte dem Krebs mit demselben Mut den Kampf an, aber verlor ihn letztlich zu unserer großen Trauer. Wir werden sie und ihre herausragende Familie für immer in Erinnerung halten.«

»Sie ist von uns gegangen, wie sie unter uns lebte: nobel, klar und voller Überzeugung«, sagte Präsident Reuven Rivlin. »Ilan und Assaf berührten den Himmel, Rona berührte unsere Herzen. Wir werden nach oben in den Himmel schauen und nach euch suchen – drei helle Sterne.«

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  26.10.2026

26. Knesset

Nur noch ein Tag: Umfrage zu Israels Richtungswahl

Das Israel Democracy Institute befragte die Israelis zu ihren politischen Wünschen. Scheitert die Mehrheitsbildung, wollen die Israelis erneut wählen

von Sabine Brandes  26.10.2026

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Benjamin Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026