Israel

Trauer um Kaya

November 2015: US-Außenminister John Kerry (l.) und Benjamin Netanjahu mit Kaya in der Residenz des Ministerpräsidenten in Jerusalem Foto: Flash 90

Die Familie von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trauert um die Hündin Kaya. Wie israelische Medien berichteten, starb der Mischling im Alter von 13 Jahren nach einer erfolglosen Beinoperation.

Netanjahu, gegen den Israels Polizei Anklage wegen verschiedener Korruptionsvorwürfe empfohlen hat, schrieb am Montag auf Facebook: »Unsere geliebte Kaya ist nicht mehr. Vor zwei Monaten wurde sie durch einen Bandscheibenvorfall gelähmt. Mit zwei schwierigen Operationen wurde versucht, ihr das Gehen wieder zu ermöglichen. Nachdem Hydrotherapie und Druckbehandlungen nicht halfen, versammelten wir – meine Frau Sara, Yair, Avner und ich – uns vorgestern rund um Kaya, um uns von ihr zu verabschieden.«

Liebe
Kaya lebte seit 2015 bei den Netanjahus. Der israelische Ministerpräsident schrieb weiter auf Facebook: »Sie hat in unser Leben so viel Glück und Licht gebracht. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um jeden aufzurufen, ein älteres Tier zu adoptieren: Gebt ihnen ein Heim und ein Leben – und ihr werdet so viel Wärme und Liebe von ihnen bekommen.«

Die israelische Zeitung »Haaretz« meldete, in den zweieinhalb Jahren, die Kaya bei den Netanjahus verbrachte, habe sie vier Menschen gebissen: den Knessetabgeordneten Sharren Haskel (Likud), Or Alon, den Mann der stellvertretenden Außenministerin Tzipi Hotovely (Likud), einen Sicherheitsmann und den Ministerpräsidenten selbst.

Daher habe Kaya einen Teil ihres Lebens in Quarantäne verbracht. Als Ergebnis habe die Knesset im Juli 2017 das »Kaya-Gesetz« verabschiedet. Es erlaubt israelischen Hundebesitzern, ihre Hunde zu Hause einzusperren anstatt in einer Hundehütte. ag

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Dubai

»Fly Dubai«-Kapitän schildert Axt-Angriff: »So wollte ich nicht sterben«

»Beim ersten Schlag dachte ich, dass etwas auf meinen Kopf gefallen wäre«, sagt Smit Machchhar drei Wochen nach dem Anfriff

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026