Israel

Transgeschlechtliche dürfen früheren Namen streichen

Die Pride-Parade in Aschdod Foto: copyright (c) Flash90 2023

Transgeschlechtliche in Israel haben künftig das Recht, ausschließlich ihren neuen Namen in ihren Personalausweisen zu führen. Entsprechende Änderungen an den Ausweisvorschriften nahm das Innenministerium auf Antrag einer Trans-Frau beim obersten Gericht vor, wie israelische Medien (Montagabend) berichteten. Das sogenannte Deadnaming, die ungewünschte Verwendung des früheren Namens von Transgeschlechtlichen, ist damit in israelischen Personalausweisen abgeschafft.

Die israelische Trans-Frau Nofer Aschbal hatte sich laut Bericht an das Gericht gewandt, nachdem die Bevölkerungsbehörde nach ihrer Geschlechtsanpassung zwar der Aufnahme ihres neuen Namens stattgab, sich jedoch weigerte, den früheren Namen aus dem Ausweis zu streichen. Damit sei ihre Privatsphäre erheblich verletzt, argumentierte Aschbal. Sie machte geltend, der Eintrag des früheren männlichen Namens mache die Information der Geschlechtsanpassung jedem zugänglich, dem der Personalausweis vorgelegt wird.

Das Gericht urteilte laut den Berichten, dass es »kein rechtliches Hindernis dafür gibt, den früheren Vornamen von Ausweisinhabern zu löschen, die dies unter anderem wegen einer Geschlechtsänderung auf dem Ausweis beantragen«.

Aschbals Anwälte begrüßten den Schritt als Schutz der Rechte von transgeschlechtlichen Personen und als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Gleichberechtigung. Transgeschlechtliche oder auch Trans-Menschen sind laut einer Definition der Antidiskriminierungsstelle des Bundes »Menschen, denen bei Geburt ein Geschlecht zugewiesen wurde, das nicht ihrer Identität entspricht«. kna

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026