Israel

Trainer wegen Verhältnis mit Windsurferin beurlaubt

Israelische Profi-Windsurferin Katy Spychakov Foto: dpa

Israel

Trainer wegen Verhältnis mit Windsurferin beurlaubt

Jetzt soll geprüft werden, ob das Verhältnis Einfluss auf Katy Spychakovs Erfolge bei Wettbewerben hatte

von Sara Lemel  23.10.2019 14:28 Uhr

Der Trainer des israelischen Frauen-Nationalteams im Windsurfen ist wegen einer Affäre mit einer der Sportlerinnen beurlaubt worden. Man habe die Arbeit mit dem Franzosen Pierre Loquet nach drei Jahren beendet, weil dieser eine Beziehung mit Katy Spychakov habe, sagte ein Sprecher des israelischen Segelverbands am Mittwoch.

Ein Ausschuss solle nun prüfen, ob das Verhältnis Einfluss auf Spychakovs Erfolge bei internationalen Wettbewerben und auf die Punktevergabe vor den Olympischen Spielen in Tokio 2020 gehabt habe.

»Der Trainer kann den Wind nicht beeinflussen, und auf dem Wasser sind wir allein«, sagt die Windsurferin zum Vorwurf der Bevorzugung.

Die israelische Nachrichtenseite ynet berichtete, die anderen Frauen im Team hätten gefordert, die Punktevergabe für die Qualifikation komplett neu zu starten. Die 20-jährige Spychakov war bei den Weltmeisterschaften in Italien im vergangenen Monat Zweite im Windsurfen (RS:X) geworden.

Spychakov sagte der Zeitung »Jediot Achronot«, wegen ihrer Beziehung mit dem Coach seien andere Sportlerinnen nicht diskriminiert worden. »Der Trainer kann den Wind nicht beeinflussen, und auf dem Wasser sind wir allein.« Es handele sich um »wahre Liebe«, sagte sie zudem. »Wir haben es uns nicht ausgesucht, uns ineinander zu verlieben.«

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

In einem Interview spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Tel Aviv

Nach Geiselhaft: »Das Leben wird nie wieder dasselbe sein«

Am 07. Oktober 2023 überfielen Terroristen aus dem Gazastreifen Grenzorte in Israel. Sie ermordeten und entführten viele Menschen, darunter auch Deutsche. Wie geht es den ehemaligen Geiseln heute?

von Cindy Riechau  02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Tel Aviv

»Es ist viel sicherer, mit einer israelischen Airline zu fliegen«

Der Sicherheitsexperte Eyal Tsir Cohen über den Anschlag auf den »Fly Dubai«-Flug, die aktuelle Terrorbedrohung im Luftverkehr und die Effizienz israelischer Maßnahmen

von Detlef David Kauschke  02.10.2026

Tel Aviv

Co-Pilot aus Oman trotz Einreiseverbot mehrfach nach Israel geflogen

Warum wurden Sicherheitsregeln nicht umgesetzt?

 02.10.2026

Politik

Superstar der Linken

Naama Lazimi, israelische Abgeordnete der Demokraten, wird vom TIME Magazin als eine der aufstrebenden Persönlichkeiten der Welt gewürdigt

von Sabine Brandes  01.10.2026

Jerusalem

Herzog will »Fly Dubai«-Helfer für Zivilcourage auszeichnen

Vier israelische Passagiere verhinderten auf einem Flydubai-Flug nach Tel Aviv durch ihr beherztes Eingreifen eine Katastrophe. Der Präsident will sie nun für ihren Mut ehren

 01.10.2026