Westjordanland

Tod bei Protest

Ziad Abu Ein (l.) während des Protests in der Nähe von Ramallah Foto: dpa

Ein Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist während einer Demonstration gegen die Erweiterung einer jüdischen Siedlung in der Westbank am Mittwoch ums Leben gekommen.

Ziad Abu Ein soll offenbar an Herzversagen gestorben sein, berichten israelische Medien. An der Autopsie, die am Mittwochabend stattfand, waren israelische, palästinensische und auch jordanische Pathologen beteiligt. Die USA und die EU forderten zudem eine »schnelle und transparente Untersuchung«. Israel bedauerte den Tod des Politikers und versprach, das Geschehen aufzuklären.

Ramallah Ziad Abu Ein war während eines Protestes in der Nähe der palästinensischen Stadt Ramallah gestorben. Einige Augenzeugen gaben an, er sei vorher von israelischen Soldaten geschlagen und geschubst worden. Verschiedene Journalisten aber widerlegten dies und sagten, der Minister sei plötzlich und ohne Vorwarnung zusammengebrochen. Er starb noch vor Ort.

»Die Stabilität und die Sicherheitslage ist wichtig für beide Seiten, und wir werden unsere Aktivitäten weiterhin mit der PA koordinieren«, machte Mordechai klar. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas erklärte jedoch, dass momentan jegliche Zusammenarbeit zwischen Israel und der PA außer Kraft gesetzt sei. Er ordnete eine dreitägige Trauer in den palästinensischen Gebieten an.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ durch seinen persönlichen Gesandten Isaac Molcho eine Botschaft an Abbas schicken, in der er zur Besonnenheit aufrief und hervorhob, wie wichtig Ruhe und Verantwortungsbewusstsein sind. Währenddessen bereitet sich die israelische Armee auf mögliche Unruhen in der Westbank vor.

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