Jerusalem

Tischa beAw auf dem Tempelberg

An der Kotel: Juden ist das Gebet auf dem Tempelberg nicht erlaubt. Foto: Flash 90

Rund 800 Juden haben am Donnerstag zum Gedenk- und Trauertag Tischa beAw den Jerusalemer Tempelberg besucht.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain, wie israelische Medien meldeten. Auf dem Gelände stand früher der jüdische Tempel; heute befinden sich dort die muslimische Al-Aksa-Moschee und der Felsendom.

zwischenfälle Den Berichten zufolge kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. So erhielten zehn Juden Platzverweise, als sie sich zum Gebet auf den Boden legten oder nationale Symbole zeigten. Zwei Muslime seien wegen antijüdischer Slogans verhaftet worden.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain.

Der Tempelberg, mit arabischem Namen Haram al-Sharif, wird von der muslimischen Waqf-Behörde kontrolliert. Muslime können dort uneingeschränkt beten. Nichtmuslime dürfen die Stätte zu bestimmten Zeiten besuchen, dort aber weder beten noch religiöse Zeremonien abhalten.

Der Trauertag Tischa beAw, der am Mittwochabend als 24-stündiger Fastentag begann, erinnert an die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahr 587 v.d.Z. durch die Babylonier und des Zweiten Tempels im Jahr 70 durch den römischen Feldherrn Titus. kna

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  10.06.2026

Nahost

Sexuelles Fehlverhalten

Strafgerichts-Chefankläger Karim Khan wurde suspendiert

von Sabine Brandes  10.06.2026

Iran

Angeblicher Israel-Spion: Mullahs beschlagnahmen Vermögen von Fußballheld Karimi

Der frühere Kapitän der Nationalmannschaft lebt im Exil in den USA und gehört zu den bekanntesten Kritikern des Regimes

von Sabine Brandes  10.06.2026

Meinung

So macht man Stimmung

Die deutsche Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah ist unterkomplex und einseitig. Über die wahren Interessen der Libanesen wird dabei hinweggegangen

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Umfrage

Vertrauen in Trumps Unterstützung für Israels Sicherheit nimmt deutlich ab

Der Grund für den Vertrauensverlust könnte in den laufenden Gesprächen zwischen Washington und Teheran liegen, von denen sich Israelis nicht viel erhoffen

 10.06.2026

Nahost

Nach Abschuss eines US-Hubschraubers: Washington greift Iran an

Die Hintergründe

 10.06.2026