Jerusalem

Tischa beAw auf dem Tempelberg

An der Kotel: Juden ist das Gebet auf dem Tempelberg nicht erlaubt. Foto: Flash 90

Rund 800 Juden haben am Donnerstag zum Gedenk- und Trauertag Tischa beAw den Jerusalemer Tempelberg besucht.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain, wie israelische Medien meldeten. Auf dem Gelände stand früher der jüdische Tempel; heute befinden sich dort die muslimische Al-Aksa-Moschee und der Felsendom.

zwischenfälle Den Berichten zufolge kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. So erhielten zehn Juden Platzverweise, als sie sich zum Gebet auf den Boden legten oder nationale Symbole zeigten. Zwei Muslime seien wegen antijüdischer Slogans verhaftet worden.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain.

Der Tempelberg, mit arabischem Namen Haram al-Sharif, wird von der muslimischen Waqf-Behörde kontrolliert. Muslime können dort uneingeschränkt beten. Nichtmuslime dürfen die Stätte zu bestimmten Zeiten besuchen, dort aber weder beten noch religiöse Zeremonien abhalten.

Der Trauertag Tischa beAw, der am Mittwochabend als 24-stündiger Fastentag begann, erinnert an die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahr 587 v.d.Z. durch die Babylonier und des Zweiten Tempels im Jahr 70 durch den römischen Feldherrn Titus. kna

Israel

Weiter Uneinigkeit über Rafah-Öffnung

Die USA wollen in die zweite Phase des Gaza-Friedensplans übergehen und drängen zur Öffnung des Grenzübergangs. Israel fordert jedoch zuerst die Rückführung einer Geisel-Leiche

 25.01.2026

Nahost

Stehen die Zeichen auf Krieg?

Steigende Anspannung in Israel nach dem Besuch des Chefs des US-amerikanischen Zentralkommandos

von Sabine Brandes  25.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die ebenso umstrittene wie vielfach kritisierte ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an

von Jana Ballweber  23.01.2026 Aktualisiert

Israel

Rischon Lezion wehrt sich gegen Bau eines Großgefängnisses

Die Stadtverwaltung kritisiert, dass die ausgewiesene Fläche inzwischen zu wertvoll sei, um sie für Haftanstalten zu nutzen

 23.01.2026

Tel Aviv

Frühere Hamas-Geisel Emily Damari macht Partnerin Heiratsantrag

In einem in sozialen Medien verbreiteten Video ist zu sehen, wie Damari in weißer Kleidung vor Amit niederkniet und ihr die Frage stellt

 23.01.2026

Davos

Kushner präsentiert 25-Milliarden-Dollar-Plan für Gaza

Laut dem Sondergesandten und Schwiegersohn des US-Präsidenten soll der Küstenstreifen bis 2035 ein Wirtschaftszentrum werden

 23.01.2026

Davos

Israels Präsident sieht iranische Führung als sehr fragil

Israels Präsident Herzog nimmt die iranische Führung nach den Massenprotesten als geschwächt wahr. Warum er trotzdem vor zu viel Optimismus warnt und internationale Unterstützung fordert

von Sara Lemel  22.01.2026

Davos

Trump gründet »Friedensrat«

US-Präsident Trump und weitere Staatenlenker unterzeichneten das Gründungsdokument des umstrittenen neuen Gremiums. Israel nahm an der Zeremonie nicht teil, will aber Mitglied des Rates werden

 22.01.2026

Diplomatie

Papst ernennt neuen Botschafter für Israel

Erst seit 1994 haben der Vatikan und Israel volle diplomatische Beziehungen. Der Botschafter des Papstes dort ist zugleich auch Delegat für Palästina. Nun hat der Papst einen Wechsel vorgenommen

 22.01.2026