Jerusalem

Tischa beAw auf dem Tempelberg

An der Kotel: Juden ist das Gebet auf dem Tempelberg nicht erlaubt. Foto: Flash 90

Rund 800 Juden haben am Donnerstag zum Gedenk- und Trauertag Tischa beAw den Jerusalemer Tempelberg besucht.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain, wie israelische Medien meldeten. Auf dem Gelände stand früher der jüdische Tempel; heute befinden sich dort die muslimische Al-Aksa-Moschee und der Felsendom.

zwischenfälle Den Berichten zufolge kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. So erhielten zehn Juden Platzverweise, als sie sich zum Gebet auf den Boden legten oder nationale Symbole zeigten. Zwei Muslime seien wegen antijüdischer Slogans verhaftet worden.

Die Polizei begleitete sie in Gruppen zu je 20 Personen in mehrminütigen Abständen über das Terrain.

Der Tempelberg, mit arabischem Namen Haram al-Sharif, wird von der muslimischen Waqf-Behörde kontrolliert. Muslime können dort uneingeschränkt beten. Nichtmuslime dürfen die Stätte zu bestimmten Zeiten besuchen, dort aber weder beten noch religiöse Zeremonien abhalten.

Der Trauertag Tischa beAw, der am Mittwochabend als 24-stündiger Fastentag begann, erinnert an die Zerstörung des Ersten Tempels im Jahr 587 v.d.Z. durch die Babylonier und des Zweiten Tempels im Jahr 70 durch den römischen Feldherrn Titus. kna

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026