Israel

Terror gegen Soldaten

Sicherheitskräfte am Tatort Foto: Flash 90

Drei israelische Soldaten sind verletzt worden, als ein Palästinenser bei einem vermeintlichen Terrorangriff sein Auto in eine IDF-Patrouille rammte. Zwei der jungen Männer erlitten schwere innere sowie Kopfverletzungen. Sie wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Der Angriff ereignete sich am späten Donnerstag in der Nähe der Westbank-Siedlung Schiloh.

Der Fahrer wurde von den anderen beiden Soldaten angeschossen. Bei dem Palästinenser handelt es sich angeblich um den 45-jährigen Mohammed Badwan aus dem Dorf Biddu. Als die israelischen Sicherheitskräfte nach dem Anschlag in dem Dorf anrückten, wurden sie von Steine werfenden jungen Männern empfangen. Sie antworteten mit Wasserwerfern.

hamas Die Hamas im Gazastreifen lobte den Terroranschlag bereits und erklärte, es handle »sich um eine normale Reaktion auf die Verbrechen der Besatzung«. Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde äußerten sich bislang nicht. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Yaalon meinte, die Attacke sei »Teil einer Atmosphäre des Terrors von Einzelnen und Gruppen«.

»Ich möchte denen gratulieren, die so schnell gehandelt und den Terroristen außer Gefecht gesetzt haben«, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu kurz nach dem Angriff. Allerdings wundere er sich, dass all jene, »die sich in den vergangenen Tagen so vehement gegen den Terrorismus gegen Palästinenser ausgesprochen haben, jetzt still sind«.

Doch auch die Opposition äußerte sich: »Die Reaktion der Soldaten war die richtige«, ließ Zipi Livni wissen. Staatspräsident Reuven Rivlin schrieb auf seiner Facebook-Seite, dass man »keine Toleranz für Terroristen hat und sie niemals haben werde«. Er fügte hinzu, dass er die Anstrengungen der Regierung bei dem kompromisslosen Kampf unterstütze, ein normales Leben in jedem Teil Israels führen zu können.

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Midterm-Wahlen

Israels Opposition hofft auf Neustart der Beziehungen zu Amerika

Israels oppositionelle Demokraten freuen sich über den Wahlsieg ihrer US-Parteifreunde und hoffen auf eine künftige Verbesserung der zuletzt angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern

 04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Israel nach der Wahl

Wahlprüfung in Israel abgeschlossen - Streit geht weiter

Das Wahlkomitee in Israel sieht keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten mit Folgen für das Ergebnis. Dennoch spitzt sich der Streit zwischen der bisherigen Regierung und der Opposition gefährlich zu

 04.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  03.11.2026

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026