Israel

Tausende protestieren für Charedim in der Armee

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Tausende Menschen haben in Israel am Donnerstagabend einem Medienbericht zufolge für die Einberufung ultraorthodoxer Juden in die Armee demonstriert. Der Protest fand in Tel Aviv statt, wie die Zeitung »Haaretz« meldete. Viele streng religiöse Männer in Israel versuchen, den Militärdienst zu vermeiden, was in anderen Bevölkerungsteilen für Ärger sorgt.

Wegen des Kriegs im Gazastreifen wächst derzeit der Druck auf Israels Regierung, die Befreiung der Charedim vom Wehrdienst zu beenden. Ein Gesetz, das ihre Befreiung erlaubt, lief im vergangenen Jahr aus. Seitdem gilt eine vorübergehende Regelung - allerdings nur noch bis Ende März. Israels Regierung, zu der auch streng religiöse Parteien gehören, arbeitet derzeit an einem neuen Gesetz für eine Ausnahmeregelung für die ultraorthodoxen Gläubigen.

Männer müssen in Israel fast drei Jahre Wehrdienst leisten, Frauen zwei Jahre. Staatsgründer David Ben-Gurion hatte 1948 zugestimmt, jüdische Religionsstudenten vom Armeedienst zu befreien. Damals ging es allerdings nur um einige Hundert Männer. Heute stellen die Strengreligiösen rund 13 Prozent der knapp zehn Millionen Einwohner des Landes.

Viele Ultraorthodoxe empfinden den Militärdienst als Bedrohung ihres frommen Lebensstils, unter anderem weil Frauen und Männer gemeinsam dienen. Nach dem Terrorangriff der Hamas wollen Militärangaben zufolge jedoch mehr Menschen aus der Gruppe in der Armee dienen. dpa/ja

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