Archäologie

Tanzender Schamane

Der Steinzeit zu Leibe gerückt

Archäologen haben auf einer Grabplatte aus einem steinzeitlichen Friedhof im Norden Israels eine einzigartige Gravur eines tanzenden Schamanen identifiziert, wie die israelische Tageszeitung »Haaretz« berichtet. Das bemerkenswerte Bild auf der Grabplatte wurde jedoch erst einige Jahre nach ihrer Entdeckung bemerkt, als der Stein in den Laboren des Zinman-Instituts für Archäologie an der Universität von Haifa sorgfältig untersucht wurde.

NATUFIEN Die Archäologen Danny Rosenberg, Rivka Chasan, György Lengyel und Dani Nadel veröffentlichten ihren Aufsatz »Stone Canvas and Natufian Art: An Incised Human Figure from the Natufian Cemetery at Raqefet Cave, Israel« im März in der Fachzeitschrift »Oxford Journal of Archaeology«.

Der Friedhof gehörte zur Kultur des Natufien, das sich zwischen 12.000 und 9000 v.d.Z. in der Übergangsphase von der paläolithischen Jäger-und-Sammler-Gesellschaft zur neolithischen Landwirtschaft über das Gebiet des Carmelgebirges, Galiläas und des Jordantals über das heutige Jordanien und den Libanon bis nach Syrien erstreckte. Das Bild auf der Platte sei ein äußerst seltenes Beispiel für eine identifizierbare menschliche Figur, die von Natufianern hergestellt wurde, sagen die Forscher.

FRIEDHÖFE Als die Natufianer begannen, sich niederzulassen und Tiere zu züchten, errichteten sie die möglicherweise frühesten Friedhöfe. Das Bild auf der Grabplatte weist darauf hin, dass ihre Beerdigungspraktiken aufwendig waren. Die Figur auf der Platte könnte plausibel ein Schamane mit einem freiliegenden Penis sein. Möglicherweise, so die Forscher, war er auch als Tier verkleidet – dann wäre der sichtbare Vorsprung vielleicht der Schwanz einer Eidechse. ja

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026