Wetter

Stürme und Schnee

Der Winter hat Israel erreicht: Überall gab es heftige Regenschauer, in manchen Gegenden sogar Schnee. Foto: Flash 90

Nach einem ungewöhnlich warmen und trockenen November hat jetzt der Winter Israel erreicht. Heftige Regenschauer brachen seit Mittwochnacht, von Galiläa im Norden bis zur Negevwüste im Süden, über das Land herein. In manchen Gegenden gab es auch Hagelschauer und sogar Schnee.

Der Donnerstag ist der bisher kälteste Tag in diesem Winter – was in Israel immer noch Plustemperaturen bedeutet. In Tel Aviv etwa steigt das Thermometer heute auf maximal 19 Grad. Deutlich kühler ist es auf den Golanhöhen: Dort wurden neun Grad gemessen.

Wasserstand Am Donnerstagmorgen stieg infolge des Niederschlags der notorisch niedrige Pegel des Kinneret zum ersten Mal seit April wieder um einen Zentimeter an, wie die Wasserbehörde mitteilt. Damit liegt der Wasserstand des größten Binnensees jetzt bei 211 Metern unter dem Meeresspiegel – und damit immer noch 2,6 Meter unter seiner maximalen Kapazität.

Den meisten Regen gab es in Kiryat Gat; dort wurden 33 Millimeter Niederschlag gemessen. In Jerusalem fielen 25 Millimeter und in Tel Aviv lediglich zehn Millimeter.

Der Berg Hermon in den Golanhöhen sah den ersten Schnee in diesem Winter, jedoch wird es noch mehrere Tage schneien müssen, bis die Skipisten wieder für Touristen geöffnet werden können. IDF-Soldaten, die auf dem Hermon stationiert sind, freuten sich aber bereits über die ersten Flocken.

Im Verlauf des Tages werden noch weitere Stürme, Regenschauer und Gewitter im ganzen Land erwartet. In Ortschaften an der Küste könnte es zu Überschwemmungen kommen. Das Unwetter soll nach Angaben von Meteorologen noch mindestens das ganze Wochenende anhalten. ja

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was genau sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026