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Sprache, Morde, Millionen

Hebräisch für Emiratis Foto: Getty Images/iStockphoto

Sprache
Hebräisch ist eine gefragte Sprache. Und zwar in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Citizen Café in Tel Aviv studieren dieser Tage neben neun Emiratis, sechs aus Abu Dhabi und drei aus Dubai, auch vier Leute aus Bahrain. Einer der Studenten sagte in einem Interview: »Wenn ich Kollegen aus Israel habe, müssen wir nicht immer Englisch reden. Wir werden uns einander näher fühlen, wenn wir uns in unserer Muttersprache austauschen können.« Die Gründerin des Citizen Café, Tamar Pross, war die Erste, die nach den Friedensabkommen ihre Sprachschule in den Emiraten und Bahrain bekannt machte. »Und jetzt haben wir plötzlich eine riesengroße Menge an Leuten, die mit uns studieren wollen.«

Satellit
Er soll so klein wie eine Schuhschachtel sein. Die Universität Tel Aviv plant, demnächst einen Nano-Forschungssatelliten ins All zu schießen. Das Gerät soll auf dem Raumfahrzeug ISS mitreisen, das von der NASA und der amerikanischen Luftfahrtfirma Northrop Grumman im ersten Quartal 2021 in den Weltraum geschickt wird. Ein Roboterarm wird den Satelliten mit Namen TAU-SAT1 schließlich von dem Gefährt loslösen und in die untere Erdumlaufbahn entlassen. Der Satellit soll verschiedene Experimente durchführen, während er im Orbit ist, darunter eine Messung kosmischer Strahlung im All. Der Satellit wurde von dem neuen Nano-Satellite Center in Tel Aviv entwickelt. Derzeit werden bereits Vortests bei der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) durchgeführt.

Adoption
Ein Tel Aviver Gericht hat die Adoption von zwei Kindern durch ein lesbisches Paar rückgängig gemacht. Obwohl der Antrag von den beiden Frauen selbst gestellt worden war, fürchten Aktivisten in Israel, dass das Urteil einen negativen Effekt auf die LGBTQ-Gemeinde haben könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, die Adoption nicht zu annullieren, doch die Richterin gab dem Antrag der Mutter und ihrer Ex-Partnerin statt. Die Frauen hatten sich vor fünf Jahren getrennt, und anschließend habe es keinen Kontakt mehr zwischen den Kindern und der Adoptivmutter gegeben. Die Anwältin der Frauen versicherte, der Fall bedeute nicht, dass die Rechte von Schwulen und Lesben eingeschränkt werden, sondern dass hier ausschließlich die besonderen familiären Umstände den Ausschlag für das Rückgängigmachen der Adoption gegeben hätten.

Jobs
Die polnische Botschaft in Tel Aviv hat zwei ihrer Angestellten entlassen, weil sie gegen die Regierungspolitik in dem osteuropäischen Land demonstriert hatten. Sie trugen Schilder, auf denen sie sich gegen die Politik der rechtskonservativen Regierungspartei PiS aussprachen. Der Protest richtete sich vor allem gegen das Gerichtsurteil, das Abtreibungen in Polen für illegal erklärt. Rund 30 Leute hatten vor dem Botschaftsgebäude demons­triert, darunter auch die beiden Angestellten des polnischen Kulturinstituts. Einer der Entlassenen ist Tadeusz Wolenski, Sohn von Jan Wolenski, einem bekannten polnisch-jüdischen Intellektuellen aus Krakau.

Morde
Drei Männer sind am Sonntag auf einem Feldweg in Obergaliläa tot aufgefunden worden. Sie waren erschossen worden. Die Polizei gibt an, dass es sich bei den Morden wahrscheinlich um einen Racheakt zwischen zwei verfeindeten Familien gehandelt habe. Die Fehde hatte bereits zuvor Menschenleben gekostet. Bei den Toten handelt es sich um drei Männer im Alter von 38 bis 57 Jahren. Seit Beginn des Jahres 2020 sind in Israel 77 arabische Staatsangehörige bei Gewalttaten getötet worden, 13 von ihnen waren Frauen. Die Polizei klärte lediglich 22 Prozent der Fälle auf.

Millionen
Während viele Arbeitnehmer in Israel ihren Job verloren haben und dieser Tage große finanzielle Schwierigkeiten haben, hat die Pandemie Israels Superreiche kaum getroffen. Entsprechend eines »Reichtumsberichts« von Credit Suisse ist die Anzahl der Millionäre um lediglich 154 zurückgegangen. Im Juni 2020 gab es im Land noch 157.286 Personen, die eine mindestens siebenstellige Summe auf dem Konto haben. Nach Angaben der Schweizer Bank, die auch andere Länder zum Thema Reichtum untersucht hat, liegt Israel bei der Zahl der Millionäre auf Platz 30. Auch leben in Israel »mehr als zehn Milliardäre«, gibt Credit Suisse an.

Holocaust

»Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben«

Der Schoa-Überlebende Yehuda Widawski ist mit 107 Jahren gestorben. Jahrzehntelang suchte und restaurierte er jüdische Gräber in Polen

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Reaktionen

»Ritualmordlegende« - »Pflicht, Fragen zu stellen«: Israel streitet über »Naza«

Während Rechte den Film über den Gaza-Krieg als Verleumdung verurteilen, verteidigen Linke das Recht auf Kritik. Armee weist zentrale Vorwürfe zurück

von Sabine Brandes  14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

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Dokumentarfilm

IDF übt scharfe Kritik an »Naza« und weist Vorwurf zum angeblich genehmigten Angriff auf 500 Zivilisten zurück

»Die IDF haben niemals einen Angriff geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es von der Armee

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Offener Brief

Javier Bardem und ich

Ich habe dich als neugierig, warmherzig, offen für den Menschen vor dir kennengelernt. Wenn du über Israel sprichst, erkenne ich dich nicht wieder – und sehe nur noch blindwütigen Hass

von Gabriella Meros  13.09.2026

Meinung

Wie London die Verweigerungshaltung der Palästinenser belohnt

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

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Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

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Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

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