Geheimdienst

Spionage: Israeli soll sensible Informationen an Iran gegeben haben

Spionierte der Beschuldigte im Auftrag der Mullahs in Teheran? Foto: dpa

Der israelische Geheimdienst hat einen Mann wegen des Verdachts auf Weitergabe von Informationen an Iran festgenommen. Der Mann solle über einen libanesisch-irakischen Kontakt Daten an Vertreter des iranischen Geheimdienstes weitergeleitet haben, teilte der Geheimdienst Schin Bet am Montag mit. Ihm werde Kontakt zu einem ausländischen Agenten vorgeworfen sowie die Weitergabe von Informationen an den Feind.

Nach einem Bericht der linksliberalen Zeitung »Haaretz« handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen reichen Geschäftsmann und Beduinen, der auch Kontakte zu zahlreichen israelischen Politikern gehabt haben soll. Er habe Informationen über Verteidigungsminister Benny Gantz weitergegeben.

Der Mann wurde nach Angaben des Schin Bet bereits am 10. Juni festgenommen und durfte laut »Haaretz« rund drei Wochen lang keinen Anwalt treffen. Der Geschäftsmann soll in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein. Ein Richter habe in der vergangenen Woche die Vorgehensweise des Staates in dem Fall scharf kritisiert, hieß es. Er habe »das generelle Szenario als nicht überzeugend« bezeichnet.

Die Islamische Republik Iran droht Israel regelmäßig mit seiner Auslöschung. Der Iran gilt in Nahost als Terrorexporteur Nummer eins. Der Westen im Allgemeinen und Israel im Besonderen werfen den Mullahs vor, unter dem Vorwand der zivilen Uran-Nutzung Atomwaffen zu entwickeln. dpa/ja

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