Rambam-Krankenhaus

Spende aus schlechtem Gewissen

Mit ihrer Spende wolle sie Mutter um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Aus Armut hat eine Israelin vor zwölf Jahren nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Haifa Babykleidung mitgehen lassen.

Über die Jahre habe ihr Gewissen sie deshalb immer wieder geplagt, schrieb die Frau der Klinik nun in einem anonymen Brief. Als »Wiedergutmachung« habe sie dem Krankenhaus 20 Baby-Anzüge gespendet, bestätigte Sprecherin Dganit Kenig vom Rambam-Krankenhaus am Donnerstag. Die Babykleidung solle Müttern in einer ähnlichen Lage helfen.

Steissgeburt Den Brief schrieb die Frau »den Engeln« der Säuglingsstation. »Ich habe meinen zweiten Sohn in einer schweren Steißgeburt zur Welt gebracht«, hieß es in dem Schreiben. »Am Tag der Entlassung hatte ich keine Kleidung für mein Baby und deshalb musste ich ihn in der Krankenhauskleidung mitnehmen.« Mit ihrer Spende wolle sie nun um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Die Schwestern in der Abteilung seien von der Geste zutiefst gerührt gewesen, erzählte eine von ihnen der israelischen Zeitung »Jediot Achronot«.

Sie sagte: »Dass diese Frau so lange Jahre mit diesem quälenden Gedanken unterwegs war, und jetzt auf diese Weise den Kreis schließen wollte – das ist einfach fantastisch! Ich wünschte, wir könnten ihr danken und sie in den Arm nehmen.« epd

BDS

Boykottversuch gegen israelische Stadtbahn gescheitert

Eine spanische Gewerkschaft fordert von der Firma CAF, die Arbeiten an den Tel Aviver Wagen einzustellen. Doch die weigert sich standhaft

von Sabine Brandes  18.06.2026

Pride

»Wir verstecken uns nicht mehr«

In Tel Aviv erlebt die LGBTQ+-Szene Akzeptanz und Freiheit. Doch bis dahin war es ein langer Weg

von Sabine Brandes  18.06.2026

Libanon

Bericht: Israel führt »hartnäckige« Verhandlungen mit USA

Während Trump das Rahmenabkommen unterzeichnet, gehen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Aus israelischen Kreisen heißt es, man werde nicht nicht von der Positionen abrücken, Truppen in der »Pufferzone« südlich des Litani-Flusses zu halten

von Sabine Brandes  18.06.2026

Diplomatie

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren angeblichen Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Krieg

Hisbollah-Sprengsatz tötet israelischen Soldaten, verletzt sieben weitere

Eigentlich soll das Rahmenabkommen der USA mit dem Iran auch die Front im Südlibanon umfassen. Vorerst setzen die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israel ihre Angriffe hier aber fort

 18.06.2026

Jerusalem

Netanjahu unter Druck: Wird der Iran-Krieg zum Bumerang?

Der Ministerpräsident versprach einen Triumph, Kritiker sprechen von einer Niederlage. Wie der Iran-Krieg Israels Verhältnis zu den USA und Trumps Loyalität auf die Probe stellt

von Sara Lemel  18.06.2026

Meinung

Letzte Chance für die Linke

Viele Juden haben »Die Linke« schon abgeschrieben. Doch nach wie vor gibt es dort Mitglieder, die den Antisemitismus innerhalb der Partei bekämpfen. Hoffentlich setzen sie sich auf dem Bundestreffen in Potsdam durch

von Mascha Malburg  18.06.2026

Terror

Juden für Iran ausgespäht: Spionageprozess beginnt

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen zwei Männer, die im Auftrag des Irans gezielt Juden und Israel-Freunde für Anschläge ausgespäht haben sollen

 17.06.2026