Rambam-Krankenhaus

Spende aus schlechtem Gewissen

Mit ihrer Spende wolle sie Mutter um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Aus Armut hat eine Israelin vor zwölf Jahren nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Haifa Babykleidung mitgehen lassen.

Über die Jahre habe ihr Gewissen sie deshalb immer wieder geplagt, schrieb die Frau der Klinik nun in einem anonymen Brief. Als »Wiedergutmachung« habe sie dem Krankenhaus 20 Baby-Anzüge gespendet, bestätigte Sprecherin Dganit Kenig vom Rambam-Krankenhaus am Donnerstag. Die Babykleidung solle Müttern in einer ähnlichen Lage helfen.

Steissgeburt Den Brief schrieb die Frau »den Engeln« der Säuglingsstation. »Ich habe meinen zweiten Sohn in einer schweren Steißgeburt zur Welt gebracht«, hieß es in dem Schreiben. »Am Tag der Entlassung hatte ich keine Kleidung für mein Baby und deshalb musste ich ihn in der Krankenhauskleidung mitnehmen.« Mit ihrer Spende wolle sie nun um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Die Schwestern in der Abteilung seien von der Geste zutiefst gerührt gewesen, erzählte eine von ihnen der israelischen Zeitung »Jediot Achronot«.

Sie sagte: »Dass diese Frau so lange Jahre mit diesem quälenden Gedanken unterwegs war, und jetzt auf diese Weise den Kreis schließen wollte – das ist einfach fantastisch! Ich wünschte, wir könnten ihr danken und sie in den Arm nehmen.« epd

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