Rambam-Krankenhaus

Spende aus schlechtem Gewissen

Mit ihrer Spende wolle sie Mutter um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Aus Armut hat eine Israelin vor zwölf Jahren nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Haifa Babykleidung mitgehen lassen.

Über die Jahre habe ihr Gewissen sie deshalb immer wieder geplagt, schrieb die Frau der Klinik nun in einem anonymen Brief. Als »Wiedergutmachung« habe sie dem Krankenhaus 20 Baby-Anzüge gespendet, bestätigte Sprecherin Dganit Kenig vom Rambam-Krankenhaus am Donnerstag. Die Babykleidung solle Müttern in einer ähnlichen Lage helfen.

Steissgeburt Den Brief schrieb die Frau »den Engeln« der Säuglingsstation. »Ich habe meinen zweiten Sohn in einer schweren Steißgeburt zur Welt gebracht«, hieß es in dem Schreiben. »Am Tag der Entlassung hatte ich keine Kleidung für mein Baby und deshalb musste ich ihn in der Krankenhauskleidung mitnehmen.« Mit ihrer Spende wolle sie nun um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Die Schwestern in der Abteilung seien von der Geste zutiefst gerührt gewesen, erzählte eine von ihnen der israelischen Zeitung »Jediot Achronot«.

Sie sagte: »Dass diese Frau so lange Jahre mit diesem quälenden Gedanken unterwegs war, und jetzt auf diese Weise den Kreis schließen wollte – das ist einfach fantastisch! Ich wünschte, wir könnten ihr danken und sie in den Arm nehmen.« epd

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 10.09.2026

Jerusalem

Israels Nationalbibliothek errichtet Abteilung für Terrorgedenken

Der Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 gilt als traumatisches Ereignis in der israelischen Gesellschaft. Mit einer umfassenden Materialiensammlung will die Nationalbibliothek es im kulturellen Gedächtnis verankern

von Burkhard Jürgens  10.09.2026

Diplomatie

Herzog wirbt für Dreiertreffen mit Zypern und Libanon

Derzeit gibt es zwar Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon - aber auf Botschafterebene. Ein Traum von Israels Präsident Herzog geht weiter

 10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026

Westjordanland

Das System der Gewalt

Wie extremistische Siedler und politische Kräfte das Gebiet destabilisieren – und warum Ex-General Gadi Shamni vor einer Eskalation warnt

von Sabine Brandes  10.09.2026

Meinung

Wahlkampf in Israel: Schluss mit der Schlammschlacht!

Niemand erwartet, dass Politiker einander mit Samthandschuhen anfassen. Aber eine Wahl in einer Demokratie ist keine Realityshow voller Gekreische

von Sabine Brandes  10.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  10.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert