Rambam-Krankenhaus

Spende aus schlechtem Gewissen

Mit ihrer Spende wolle sie Mutter um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Aus Armut hat eine Israelin vor zwölf Jahren nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Haifa Babykleidung mitgehen lassen.

Über die Jahre habe ihr Gewissen sie deshalb immer wieder geplagt, schrieb die Frau der Klinik nun in einem anonymen Brief. Als »Wiedergutmachung« habe sie dem Krankenhaus 20 Baby-Anzüge gespendet, bestätigte Sprecherin Dganit Kenig vom Rambam-Krankenhaus am Donnerstag. Die Babykleidung solle Müttern in einer ähnlichen Lage helfen.

Steissgeburt Den Brief schrieb die Frau »den Engeln« der Säuglingsstation. »Ich habe meinen zweiten Sohn in einer schweren Steißgeburt zur Welt gebracht«, hieß es in dem Schreiben. »Am Tag der Entlassung hatte ich keine Kleidung für mein Baby und deshalb musste ich ihn in der Krankenhauskleidung mitnehmen.« Mit ihrer Spende wolle sie nun um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Die Schwestern in der Abteilung seien von der Geste zutiefst gerührt gewesen, erzählte eine von ihnen der israelischen Zeitung »Jediot Achronot«.

Sie sagte: »Dass diese Frau so lange Jahre mit diesem quälenden Gedanken unterwegs war, und jetzt auf diese Weise den Kreis schließen wollte – das ist einfach fantastisch! Ich wünschte, wir könnten ihr danken und sie in den Arm nehmen.« epd

Israel

Wahlbeteiligung bricht Aufzeichnungsrekord

Schon mehr als drei Millionen Israelis haben am Nachmittag ihre Stimme abgegeben - das ist der höchste in den Aufzeichnungen gemessene Wert

 27.10.2026

Jerusalem

Yashar wirft Netanjahu vor, Zweifel am Wahlergebnis zu schüren

Die Partei des ehemaligen Generalstabschefs Gadi Eisenkot sagt, der Ministerpräsident wolle das Vertrauen in den Ausgang der Knessetwahl gezielt untergraben

 27.10.2026

Tel Aviv

Versuchter Messerangriff auf Yair Golan

Nach Darstellung seiner Partei bemerkten Golans Personenschützer, dass sich ein Mann auf bedrohliche Weise dem Politiker näherte

 27.10.2026

Israel

Hohe Wahlbeteiligung und Streit um Stimmzettel

Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie seit rund 50 Jahren nicht mehr, gleichzeitig legt die Partei von Netanjahu-Herausforderer Gadi Eisenkot Beschwerde bei der Wahlaufsicht ein

 27.10.2026

Ramat Gan

Gal Gadot erhält Ehrendoktorwürde

Die Darstellerin rief die Bürger dazu auf, bei der Parlamentswahl ihre Stimme abzugeben

 27.10.2026

Ron Prosor

Interview

Ron Prosor: »Der linke Antisemitismus ist der gefährlichste«

Israels Botschafter in Deutschland über Brandmauern gegen Antisemitismus, die Regierungsbildung in Berlin und die Wahlen in Israel

von Bernward Loheide  27.10.2026

Knesset-Wahl

Kauften sie Stimmen? Drei Männer im Negev festgenommen

Bei Durchsuchungen fanden die Polizisten Umschläge mit mehreren Zehntausend Schekeln

 27.10.2026

Israel

Der Herausforderer

Der ehemalige Generalstabschef Gadi Eisenkot will den Wandel für Israel bringen. Mit seiner Partei Jaschar liegt er vor allen anderen

von Sabine Brandes  27.10.2026

Parlamentswahl

Der Amtsinhaber

Seit fast zwei Jahrzehnten prägt Benjamin Netanjahu Israels Politik. Kein israelischer Politiker wurde jemals so verehrt und zugleich so verachtet wie er

von Sabine Brandes  27.10.2026