Rambam-Krankenhaus

Spende aus schlechtem Gewissen

Mit ihrer Spende wolle sie Mutter um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Aus Armut hat eine Israelin vor zwölf Jahren nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Haifa Babykleidung mitgehen lassen.

Über die Jahre habe ihr Gewissen sie deshalb immer wieder geplagt, schrieb die Frau der Klinik nun in einem anonymen Brief. Als »Wiedergutmachung« habe sie dem Krankenhaus 20 Baby-Anzüge gespendet, bestätigte Sprecherin Dganit Kenig vom Rambam-Krankenhaus am Donnerstag. Die Babykleidung solle Müttern in einer ähnlichen Lage helfen.

Steissgeburt Den Brief schrieb die Frau »den Engeln« der Säuglingsstation. »Ich habe meinen zweiten Sohn in einer schweren Steißgeburt zur Welt gebracht«, hieß es in dem Schreiben. »Am Tag der Entlassung hatte ich keine Kleidung für mein Baby und deshalb musste ich ihn in der Krankenhauskleidung mitnehmen.« Mit ihrer Spende wolle sie nun um Vergebung bitten und anderen Müttern in finanziellen Schwierigkeiten helfen.

Die Schwestern in der Abteilung seien von der Geste zutiefst gerührt gewesen, erzählte eine von ihnen der israelischen Zeitung »Jediot Achronot«.

Sie sagte: »Dass diese Frau so lange Jahre mit diesem quälenden Gedanken unterwegs war, und jetzt auf diese Weise den Kreis schließen wollte – das ist einfach fantastisch! Ich wünschte, wir könnten ihr danken und sie in den Arm nehmen.« epd

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu hält an Sturz des Teheraner Regimes fest

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

 21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026