Amman

»Spannungen verringern und Verständnis fördern«

Yair Lapid zu Besuch bei Jordaniens König Abdullah II. in Amman Foto: picture alliance / AA

Angesichts wachsender Spannungen in Jerusalem hat Israels Außenminister Yair Lapid am Donnerstag den jordanischen König Abdullah II. besucht. Das Treffen in der Hauptstadt Amman sei auch mit Blick auf den muslimischen Fastenmonat Ramadan im April abgehalten worden, teilte Lapids Büro mit.

Nach israelischen Medienberichten wird ein neuer Gewaltausbruch zur Zeit des Ramadan befürchtet. Als Hüter der heiligen Stätten des Islam in Jerusalem kommt Jordanien dabei eine besondere Rolle zu. »Wir haben vereinbart, dass wir zusammenarbeiten müssen, um Spannungen zu verringern und Verständnis zu fördern, vor allem im Vorfeld des Ramadan und des Pessachfestes«, sagte Lapid nach dem Treffen.

ramadan Im vergangenen Jahr hatte es während des Fastenmonats schwere Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei in Jerusalems Altstadt gegeben. Die Spannungen eskalierten immer weiter und mündeten letztlich im Mai in einen elftägigen Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden terroristischen Hamas.

Zu den heiligen Stätten des Islam in Jerusalem gehört insbesondere der streng bewachte Tempelberg, der Muslimen und Juden heilig ist. Dort gibt es immer wieder gewaltsame Vorfälle. dpa/ja

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026