Nahost

So denkt Israel über einen Krieg mit Libanon

Verteidigunsminister Yoav Gallant (Likud). Foto: Flash90

Angesichts einer fortschreitenden Zuspitzung der Lage an Israels Grenze zum Libanon hat der israelische Verteidigungsminister am Sonntag betont, sein Land habe kein Interesse an einem Krieg im Norden. »Wir wollen keine Eskalation der Lage«, sagte Joav Galant bei einem Treffen mit israelischen Soldaten am Rande des Gazastreifens. »Aber wenn jemand einen Fehler macht, wird er den Preis zahlen.«

Seit den Terrorattacken der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel und den Gegenschlägen der israelischen Armee auf den Gazastreifen kam es in den vergangenen Tagen wiederholt zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon, die Sorgen vor einer weiteren Eskalation schüren. Im Südlibanon ist die pro-iranische Terrormiliz Hisbollah aktiv. Es gab bereits Tote auf beiden Seiten.

»Auf der einen Seite haben wir das Auge am Fernrohr, das Ohr am Telefon und den Finger am Abzugshahn«, sagte der israelische Verteidigungsminister. »Auf der anderen Seite wollen wir keine Eskalation.« Israel habe eine Aufgabe zu erfüllen, sagte Galant offenbar mit Blick auf eine bevorstehende Bodenoffensive im Gazastreifen. Der Gaza-Krieg werde intensiv, tödlich und genau sein, »und er wird die Lage für immer verändern«, sagte der Verteidigungsminister.

»Wenn die Hisbollah den Weg des Krieges wählt, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen«, sagte Galant mit Blick auf einen möglichen Eintritt der pro-iranischen Miliz in den Konflikt. »Aber wenn sie sich zügelt, werden wir dies respektieren und die Lage so bewahren, wie sie ist.«

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