Jerusalem

Sirenen in Jerusalem: Rakete aus dem Jemen abgefangen

Auch in der heiligen Stadt flüchteten Menschen in Schutzräume. Foto: picture alliance / newscom

Die israelische Luftverteidigung hat am frühen Samstagmorgen eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. In etlichen Städten im Raum Jerusalem, im südlichen Westjordanland und in Teilen des Negev sowie am Toten Meer heulten Warnsirenen. Bewohner flüchteten in Keller und geschützte Räume.

Die Huthis im Jemen, die vom Iran finanziert werden, erklärten später, der Angriff habe dem Luftwaffenstützpunkt Nevatim im Süden Israels gegolten. Die Terrorgruppe behauptete, »die Rakete habe ihr Ziel erfolgreich getroffen«.

Seit über eine Woche reißen die Israelis fast jede Nacht Warnsirenen aus dem Schlaf, die vor Angriffen der Huthis warnen. Im vergangenen Monat hat die jemenitische Terrorgruppe zehn ballistische Raketen und mindestens neun Drohnen auf Israel abgefeuert.

Israelische Gegenangriffe hatten am Donnerstag den internationalen Flughafen von Sanaa und andere Ziele im Jemen getroffen.

Kam amerikanisches Abwehrsystem zum Einsatz?

Die Rakete sei außerhalb des israelischen Luftraums abgefangen worden, teilte das Militär hinzu. Es ist unklar, ob dabei ein israelisches oder ein amerikanisches Abwehrsystem zum Einsatz kam.

Bereits am Freitagmorgen hatte ein amerikanisches Raketenabwehrsystem eine ballistische Rakete der Terrorgruppe der Huthi aus dem Jemen abgefangen. Es war das erste Mal, dass das System seit seiner Stationierung durch die USA in Israel im Oktober eingesetzt wurde.

Der Ambulanzdienst Magen David Adom teilte mit, dass es bei dem jüngsten Angriff aus dem Jemen keine Verletzten gab, abgesehen von einer Person, die unter akuten Angstzuständen litt. ja

Jerusalem

Herzog im saudischen Fernsehen: »Mein Traum ist Frieden mit Saudi-Arabien«

Der israelische Präsident äußert sich auch zu den Themen Iran, Syrien, Libanon und Gaza: »Mein Herz schmerzt um jeden unschuldigen palästinensischen Zivilisten, der getötet wird.«

 17.07.2026

Jerusalem

Knesset verabschiedet umstrittene Medienreform – Opposition zieht vor Gericht

Das Gesetz erweitert den Einfluss der Regierung auf den Nachrichtenmarkt erheblich. Nach der Verabschiedung reichten mehrere Organisationen und Oppositionsparteien Klagen beim Obersten Gerichtshof ein

 17.07.2026

Neue Umfrage

Netanjahus Koalition stürzt auf 48 Sitze ab – Opposition kommt auf 62

In Israel zeichnet sich nur gut drei Monate vor der Wahl ein deutlicher Stimmungsumschwung ab

 17.07.2026

Jerusalem

Netanjahu verschiebt USA-Reise wegen Lindsey Grahams Beerdigung

Ursprünglich hatte der israelische Ministerpräsident morgen abfliegen und bis Dienstag in den USA bleiben wollen

 17.07.2026

Essay

Der Flüchtlingsstatus der Palästinenser muss endlich enden

Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  16.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  16.07.2026 Aktualisiert

Italien

Wenn Anne Frank und Primo Levi mit »Nazis« beschmiert werden

Erneut antisemitischer Vandalismus gegen ein Holocaust-Gedenkgemälde in Mailand

 16.07.2026

Israel

Knesset beschließt Ausweitung geschlechtergetrennter Studiengänge

In Zukunft sollen auch Master- und Promotionsstudiengänge getrennt für Frauen und Männer ermöglicht werden

 16.07.2026

Washington D.C.

Künftige kolumbianische Regierung will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Damit gibt es bald neun diplomatische Vertretungen in der israelischen Hauptstadt

 16.07.2026