Hapoel Beer Sheva

Sieger in der Wüste

Jubel: Hapoel-Spieler mit der Meisterschale Foto: Flash 90

Die Wüste bebt. Nach 40 Jahren holten die Kickers von Hapoel Beer Sheva den Meistertitel wieder nach Hause. In einem spannenden Fußballspiel gegen Bnei Sachnin gewannen die Roten am Samstagabend mit 3:1 in ihrer neuen Arena das entscheidende Match.

Und damit gab es kein Halten mehr in der Hauptstadt des Negev. Die 16.000 Fans im Stadion feierten ihre Elf die ganze Nacht hindurch, während die Gratulationen aus dem gesamten Politspektrum eintrudelten. »Ein Traum ist wahr geworden«, schrieb Präsident Reuven Rivlin dem Team.

fans Auch Oppositionsführer Isaac Herzog gab sich begeistert: »Beer Sheva hat das verdient!« Er lobte die Fans aus allen Bereichen der israelischen Gesellschaft, die nach seinen Worten warmherzig und voller Liebe eine ganze Saison lang dafür gebetet hätten. »40 Jahre lang seid ihr durch die Wüste marschiert, habt dort gespielt, und jetzt seid ihr im Gelobten Land angekommen. Die Hauptstadt des Negev ist für eine Nacht zur Hauptstadt Israels geworden.« Auch Premier Benjamin Netanjahu schickte seine Glückwünsche.

Es war ein emotionaler Sieg. »Wir verdienen das«, schrie Trainer Barak Bechar nach dem Spielende atemlos ins Mikrofon und ließ dann seinen Freudentränen freien Lauf. »Unsere Fans verdienen die Gratulationen.« Die Fans von Beer Sheva gelten als die enthusiastischsten im ganzen Land. Sie sind ein bunter Mix aus jüdischen und arabischen Israelis sowie Beduinen, die hier im Negev leben. Viele Kommentatoren sehen in dem Sportereignis ein verbindendes Element für die verschiedenen ethnischen Gruppen in der zerrissenen israelischen Gesellschaft.

saison Der Fußballclub hatte eine außergewöhnlich gute Saison hinter sich. Viele Sportexperten meinen, das sei auch dem »inspirierenden Führungsstil« der Eigentümerin Alona Barkat zu verdanken. Die einzige Frau in dieser Position im israelischen Fußball meinte anschließend: »Dies ist eine wundervolle Stadt mit wundervollen Fans, und wir wollten ihnen diesen Triumph so gern ermöglichen. Am Schluss hat vieles einfach funktioniert.«

Meister Hapoel Beer Sheva und der Zweitplatzierte in der Liga, Maccabi Tel Aviv, werden damit jetzt bei der europäischen Champions League antreten.

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wieder Sicherheitsbeschränkungen in Nordisrael eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

7. Oktober

Der Angriff auf den Kibbuz Holit: Erst Nachmittags kam Hilfe

IDF-Bericht: Rund 60 palästinensische Terroristen dringen am frühen Morgen in das Areal ein. Bei dem Massaker werden 13 Zivilisten ermordet. Neun Bewohner werden als Geiseln verschleppt

 27.04.2026

Studie

Kriege verändern Schlaf, Ernährung und Bewegung deutlich

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem warnen, dass Stress, Angst und Unsicherheit zu ungesunden Gewohnheiten führen

 27.04.2026

Reisen

Internationale Airlines bleiben weiter weg

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfiehlt EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Israel zu meiden

von Sabine Brandes  27.04.2026

Essay

Eva Erben: Was es bedeutet, Israeli zu sein

Die tschechische Holocaust-Überlebende kam 1948 mit ihrem Mann Peter nach Israel

 27.04.2026