Amona

Siedler sagen Nein

Vermummte Siedler in Amona Foto: Flash 90

Es scheint, als wollten sie es auf eine gewalttätige Auseinandersetzung ankommen lassen. Die Bewohner der illegalen Siedlung Amona haben am Donnerstagmorgen ein Kompromissangebot der Regierung abgelehnt.

Amona, das aus rund einem Dutzend mobilen Häusern und Baracken besteht, ist auf privatem palästinensischen Land errichtet. In den nächsten Tagen soll die illegale Siedlung geräumt werden, nachdem der Oberste Gerichtshof die endgültige Evakuierung für unumstößlich erklärt hatte. Stichtag ist der 25. Dezember.

Häuser Aufgrund des Vorschlags, den Naftali Bennett, Chef der national-religiösen Partei »Jüdisches Haus«, der Siedlergruppe präsentierte, hätten die Familien ihre mobilen Häuser »an anderer Stelle des Outposts aufstellen können«. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass sie in die Räumung des jetzigen Standortes einwilligen.

Doch bei einer Abstimmung der 79 Einwohner votierten 59 dagegen und nur 20 dafür. Angeblich sei der Grund für die Ablehnung die gesetzliche Ungewissheit gewesen, denn auf das meiste Land, das den Siedlern in dem Kompromiss hätte zugesprochen werden sollen, erheben Palästinenser Anspruch.

Die Ankunft Tausender Amona-Unterstützer in dem abgeschiedenen Gebiet des Westjordanlandes bringt die israelische Regierung derweil ins Schwitzen. Denn damit sieht es nicht mehr so aus, als würde die Räumung friedlich vonstattengehen. Reifen blockieren bereits erste Straßen in der Gegend. »Wir werden Widerstand leisten«, heißt es aus Amona.

Jerusalem

Netanjahu weiterhin skeptisch gegenüber Iran-Deal

Ein Abkommen müsse weit über das Atomprogramm hinausgehen und auch Irans regionale Stellvertreterorganisationen einbeziehen, sagt der Ministerpräsident

 13.02.2026

Tel Aviv

Barak bedauert Kontakte zu Epstein und räumt problematische Formulierungen ein

Er habe im Rückblick »gründlicher urteilen« müssen und bedaure bereits das erste Treffen mit dem Investor im Jahr 2003, sagt der frühere Ministerpräsident

 13.02.2026

Öffentlicher Nahverkehr

Jetzt auch am Schabbat: Busverbindung von Tel Aviv zum Flughafen Ben Gurion

Die Linie 711, die bisher zwischen Tel Aviv und der Stadt Shoham unterwegs ist, wird künftig über den Flughafen geführt

 13.02.2026

Israel

Gesetz: Der 7. Oktober soll nicht »Massaker« heißen

Das Büro von Premierminister Netanjahu ließ das Wort für den Titel des Gedenktages streichen. Überlebende und Angehörige außer sich vor Wut

von Sabine Brandes  12.02.2026

Nahost

Israels digitale Front gegen Teheran

Hunderte Cyberattacken wurden in zwölf Monaten abgewehrt. Behörden sprechen von einer »ausgedehnten iranischen Kampagne«

von Sabine Brandes  12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Gaza

Sicherheitsstillstand

Die Terrororganisation Hamas macht auch in der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens klar, dass sie einer Entmilitarisierung nicht zustimmen wird

von Sabine Brandes  12.02.2026

Nachrichten

Botschafter, Kontrolle, Künstliche Intelligenz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  12.02.2026

Meinung

Wiesbaden: Wie man dem Antisemitismus und dem Islamismus eine Bühne bietet

Im Haus der Vereine durfte die Jugendgruppe »Salehin« auftreten. Offiziell ging es um eine »kulturelle religiöse Jugendveranstaltung«. Doch tatsächlich wurde dort Propaganda für das Mullah-Regime gemacht

von Daniel Neumann  12.02.2026