EILMELDUNG! Nach Angriff Israels auf Iran: Sicherheitsbehörden verstärken Schutz für jüdische Einrichtungen

Amona

Siedler sagen Nein

Vermummte Siedler in Amona Foto: Flash 90

Es scheint, als wollten sie es auf eine gewalttätige Auseinandersetzung ankommen lassen. Die Bewohner der illegalen Siedlung Amona haben am Donnerstagmorgen ein Kompromissangebot der Regierung abgelehnt.

Amona, das aus rund einem Dutzend mobilen Häusern und Baracken besteht, ist auf privatem palästinensischen Land errichtet. In den nächsten Tagen soll die illegale Siedlung geräumt werden, nachdem der Oberste Gerichtshof die endgültige Evakuierung für unumstößlich erklärt hatte. Stichtag ist der 25. Dezember.

Häuser Aufgrund des Vorschlags, den Naftali Bennett, Chef der national-religiösen Partei »Jüdisches Haus«, der Siedlergruppe präsentierte, hätten die Familien ihre mobilen Häuser »an anderer Stelle des Outposts aufstellen können«. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass sie in die Räumung des jetzigen Standortes einwilligen.

Doch bei einer Abstimmung der 79 Einwohner votierten 59 dagegen und nur 20 dafür. Angeblich sei der Grund für die Ablehnung die gesetzliche Ungewissheit gewesen, denn auf das meiste Land, das den Siedlern in dem Kompromiss hätte zugesprochen werden sollen, erheben Palästinenser Anspruch.

Die Ankunft Tausender Amona-Unterstützer in dem abgeschiedenen Gebiet des Westjordanlandes bringt die israelische Regierung derweil ins Schwitzen. Denn damit sieht es nicht mehr so aus, als würde die Räumung friedlich vonstattengehen. Reifen blockieren bereits erste Straßen in der Gegend. »Wir werden Widerstand leisten«, heißt es aus Amona.

Deutschland

Behörden verstärken Schutz von jüdischen und israelischen Einrichtungen

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage

 28.02.2026 Aktualisiert

Türkei

Ehemalige israelische Soldatin in Istanbul festgenommen

Die Frau konnte erst nach diplomatischem Druck nach Hause zurückkehren

 27.02.2026

Spannungen in Nahost

USA raten Teil des Jerusalemer Botschaftspersonals und Angehörigen, Israel zu verlassen

Die amerikanische Botschaft empfiehlt US-Bürgern, die Möglichkeit einer Ausreise zu prüfen und warnt vor weiteren Maßnahmen

 27.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Kotel ist für alle da

Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt

von Sophie Goldblum  27.02.2026

Israel

Neue Pizza-Regeln für die Luftwaffe

Soldaten sollen künftig darauf verzichten, sich Speisen direkt ins Hauptquarter liefern zu lassen. Warum?

 27.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  27.02.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Matan Angrest berichtet von Verhören und Folter durch die Hamas

Zum ersten Mal seit seiner Freilassung hat Angrest über seine Zeit in der Gewalt der Hamas gesprochen

 27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Politik

US-Konsulate erstmals in jüdischen Siedlungen

Die Angebote stehen im Kontext wachsender Spannungen und anhaltender Gewalt im Westjordanland

von Sabine Brandes  26.02.2026