Amona

Siedler sagen Nein

Vermummte Siedler in Amona Foto: Flash 90

Es scheint, als wollten sie es auf eine gewalttätige Auseinandersetzung ankommen lassen. Die Bewohner der illegalen Siedlung Amona haben am Donnerstagmorgen ein Kompromissangebot der Regierung abgelehnt.

Amona, das aus rund einem Dutzend mobilen Häusern und Baracken besteht, ist auf privatem palästinensischen Land errichtet. In den nächsten Tagen soll die illegale Siedlung geräumt werden, nachdem der Oberste Gerichtshof die endgültige Evakuierung für unumstößlich erklärt hatte. Stichtag ist der 25. Dezember.

Häuser Aufgrund des Vorschlags, den Naftali Bennett, Chef der national-religiösen Partei »Jüdisches Haus«, der Siedlergruppe präsentierte, hätten die Familien ihre mobilen Häuser »an anderer Stelle des Outposts aufstellen können«. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass sie in die Räumung des jetzigen Standortes einwilligen.

Doch bei einer Abstimmung der 79 Einwohner votierten 59 dagegen und nur 20 dafür. Angeblich sei der Grund für die Ablehnung die gesetzliche Ungewissheit gewesen, denn auf das meiste Land, das den Siedlern in dem Kompromiss hätte zugesprochen werden sollen, erheben Palästinenser Anspruch.

Die Ankunft Tausender Amona-Unterstützer in dem abgeschiedenen Gebiet des Westjordanlandes bringt die israelische Regierung derweil ins Schwitzen. Denn damit sieht es nicht mehr so aus, als würde die Räumung friedlich vonstattengehen. Reifen blockieren bereits erste Straßen in der Gegend. »Wir werden Widerstand leisten«, heißt es aus Amona.

Ehemalige Geiseln

Wenn aus Ketten Freudentänze werden

Hennafeier von Eliya Cohen und Ziv Abud: Das Paar feiert seine Liebe und bereitet sich auf die Hochzeit im August vor

von Sabine Brandes  03.07.2026

Gesundheit

Rezept gegen die Pillen

Neue Vorschriften sollen den Missbrauch opioidhaltiger Medikamente eindämmen. Israel führt weltweit beim Pro-Kopf-Konsum

von Sabine Brandes  03.07.2026

Wirtschaft

So viele Millionäre gibt es in Israel

Ein Überblick

von Sabine Brandes  03.07.2026

Kriminalität

Vier Tote in 24 Stunden

Nur 12 Prozent aufgeklärt: Israels arabische Gemeinde sieht sich einer immer weiter eskalierenden Welle der Gewalt gegenüber

von Sabine Brandes  03.07.2026

Gazastreifen

Israelische Armee tötet Entführer von Daniel Perez

Muhammad Na’im Jandiya überfiel mit einer Nukhba-Einheit den Kibbuz Nahal Oz

 03.07.2026

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026