Olympia 2024

Sieben Medaillen für Israel

Die Frauen holten am Samstag die siebte israelische Medaille in der Rhythmischen Sportgymnastik. Foto: IMAGO/AFLOSPORT

Die Olympischen Spiele 2024 in Paris gehen an diesem Sonntag zu Ende. Für Israel war es der erfolgreichste Wettbewerb aller Zeiten. Sieben Medaillen nehmen die israelischen Athletinnen und Athleten mit nach Hause: einmal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze.

Den Höhepunkt bildete aus israelischer Sicht der vorvergangene Samstag, an dem das kleine Land am Mittelmeer gleich drei Medaillen gewinnen konnte. Rekord! Der israelische Surfer Tom Reuveny holte an diesem Tag die Goldmedaille im Windsurfen der Männer. Es war Israels vierte Goldmedaille in der olympischen Geschichte des Landes.

Zudem gewann der 24-Jährige sein olympisches Gold 20 Jahre nachdem es sein Trainer Gal Friedman selbst in Athen geholt hatte. »Ich habe die ganze Zeit an ihn geglaubt«, zitiert die Jerusalem Press Friedman. »Ich hatte schon vor dem Wettkampf ein gutes Gefühl«.

Lesen Sie auch

Reuveny war sich offensichtlich nicht ganz so sicher: »Ich werde eine Woche brauchen, um das zu verstehen«, sagt er dem Sports Channel. »Ich wollte diese verrückte Erfahrung genießen und alles tun, um die Hatikva zu hören«. Als die israelische Nationalhymne für den Sieger gespielt wurde, habe er sie für »die Helden gehört, die im Krieg gefallen sind, und für die Gefangenen in Gaza.«

Die Seglerin Sharon Kantor gewann am selben Tag Silber in der Finalfahrt. »Schaut euch an, wie viele Medaillen wir gewonnen haben«, sagte Kantor nach dem Gewinn der Silbermedaille. »Erst im Judo und jetzt hier. Das ist unglaublich!«

Die Judoka holten die meisten Medaillen

Schließlich gewann der als Favorit angereiste Turner Artyom Dolgopyat Silber in der Bodenübung und holte damit die sechste Medaille für das israelische Team.

Für zwei weiter Silber- und eine Bronzemedaille sorgten die israelischen Judoka. Inbar Lanir wurde zweite bei den Frauen bis 78 Kilogramm und in der Gewichtsklasse gewann holte Raz Hershko ebenfalls Silber. Peter Paltchik holte Bronze bei den Judoka-Männern bis 100 Kilogramm.

Last but not least kam auch das israelische Frauen-Team in Rhythmischer Sportgymnastik auf das Treppchen – und holte die fünfte Silbermedaille für ihr Heimatland. ja

Jerusalem

Ehemalige Geisel warnt: Die Hamas gibt nicht auf

»Sie sind regelrecht besessen von uns – das ist der Sinn ihres Lebens«, sagt Eitan Mor

 13.01.2026

Hintergrund

Hamas will angeblich Verwaltung in Gaza abgeben

Die Terrorgruppe signalisiert Bereitschaft zur Übergabe von zivilen Einrichtungen – doch weigert sich nach wie vor, die Waffen niederzulegen

von Sabine Brandes  12.01.2026

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026

Nahost

Rubio telefonierte mit Netanjahu über mögliche US-Intervention

Vor dem Hintergrund der Proteste wächst in Israel die Sorge vor einer regionalen Eskalation

von Sabine Brandes  12.01.2026

Nahost

Israels Armee würde »mit Macht« auf iranischen Angriff reagieren

Im Iran gehen Tausende gegen die Führung des Landes auf die Straße. US-Präsident Trump erwägt laut Berichten Militärschläge. Der Iran warnte deshalb auch Israel

 11.01.2026

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026