Westjordanland

Sicherheitskräfte erschießen mutmaßliche Attentäter

Israelische Soldaten sichern nach einem Anschlag den Tatort (Symbolfoto). Foto: Flash 90

Bei einem Anschlag im Westjordanland hat nach Angaben der israelischen Armee ein Palästinenser zwei Israelis erschossen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie der israelische Rettungsdienst Zaka am Donnerstag mitteilte. Der Angreifer hatte das Feuer auf die Menschen an einer Bushaltestelle nördlich von Jerusalem eröffnet. Er befinde sich mit seinem Auto auf der Flucht. Die Armee durchsucht zur Zeit vor allem das Gebiet um die Stadt Ramallah.

Israelische Sicherheitskräfte hatten zuvor zwei mutmaßliche palästinensische Attentäter aus dem Westjordanland bei ihrer versuchten Festnahme erschossen. Nach den beiden Männern war intensiv gesucht worden. Sie hätten zwei Anschläge verübt, bei denen insgesamt drei Israelis getötet und mehrere weitere verletzt worden seien, sagte Israels Minister für öffentliche Sicherheit und strategische Angelegenheiten, Gilad Erdan, am Donnerstag.

Einer der Palästinenser habe versucht, zu fliehen und die Sicherheitskräfte anzugreifen. Der zweite habe sich versteckt und sei bewaffnet gewesen. Er habe bereits einen weiteren Anschlag geplant, hieß es in einer Stellungnahme.

OFRA Einer der Getöteten soll an einem Anschlag am Sonntag nahe der Siedlung Ofra im nördlichen Westjordanland beteiligt gewesen sein. Am Mittwoch war ein israelisches Baby nach dem Angriff gestorben. Seine hochschwangere Mutter wurde schwer verletzt. Die Ärzte hatten das Baby mit einem Notkaiserschnitt in der 30. Woche geholt. Bei dem Anschlag wurden insgesamt sieben Menschen verletzt.

Der zweite Mann soll im Oktober in einer Fabrik nahe der israelischen Siedlung Barkan im nördlichen Westjordanland zwei Israelis getötet haben: Kim Levengrond Yehezkel and Ziv Hajbi. Nach damaligen Angaben der Armee handelte es sich bei dem Attentäter um einen 23 Jahre alten Palästinenser, der in der Fabrik angestellt gewesen war.

Zudem wurde ein mutmaßlich palästinensischer Angreifer in der Jerusalemer Altstadt von israelischen Polizisten erschossen. Er soll nach Angaben der Polizei in der Nacht zu Donnerstag zwei Polizisten angegriffen und verletzt haben. Sicherheitskräfte hätten auf den Mann geschossen. dpa/ja

Israel

Feiern zu Lag BaOmer am Berg Meron eingeschränkt

An Lag BaOmer gedenken Juden des Aufstands gegen Rom. Zehntausende pilgern traditionell zum Berg Meron in Nordisrael. Kriegsbedingt dürfen dieses Jahr nur 600 kommen – doch Tausende umgehen die Sperren

 05.05.2026

Tel Aviv

Jonathan Pollard will in die Politik

Der frühere Spion sagt, Israel brauche eine neue politische Richtung und eine entschlossenere Führung

 05.05.2026

Teheran

US-Geheimdienste: Irans Atomprogramm wurde kaum gebremst

Offenbar bleibt das Teheraner Regime weiterhin nur ein Jahr davon entfernt, eine Nuklearwaffe herstellen zu können. Diese Bewertung galt bereits nach den Militärschlägen im Sommer 2025

 05.05.2026

Nahost

Bennett sieht Angriffe auf Emirate als Kriegserklärung Irans

Der israelische Oppositionspolitiker Bennett bewertet die Angriffe des Iran auf die Emirate als Wiederaufnahme des Kriegs. Die Anweisungen des Zivilschutzes in Israel bleiben vorerst unverändert

 04.05.2026

Kommentar

Wenn das kein Antisemitismus ist, was dann?

Ein Mann wollte in Zürich eine Synagoge in Brand stecken. Der Täter gestand die Attacke. Er kam vor Gericht. Nun wurde er freigesprochen

von Nicole Dreyfus  04.05.2026

Wirtschaft

Wenn Stärke teuer wird

Die israelische Währung ist gegenüber dem Dollar so viel wert wie seit 30 Jahren nicht mehr – mit misslichen Folgen für die Start-up- und Hightech-Branche

von Sabine Brandes  04.05.2026

Belu-Simion Fainaru

»Als Künstler spreche ich eine universelle Sprache«

Der israelische Bildhauer über den Rücktritt der Jury und die Politisierung der Kunstbiennale von Venedig

von Ayala Goldmann  04.05.2026

Gesetz

Balanceakt oder Begnadigung?

Die Generalstaatsanwältin signalisiert Gesprächsbereitschaft für eine Einigung im Prozess von Premier Netanjahu

von Sabine Brandes  04.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  04.05.2026