Israel/Gaza

Sicherheitsberater: Gaza-Krieg mindestens bis Ende des Jahres

Sicherheitsberater Tzachi Hanegbi Foto: copyright (c) Flash90 2024

Der Krieg gegen den palästinensischen Terror in Gaza wird nach Einschätzung von Israels Nationalem Sicherheitsberater mindestens bis Ende des Jahres andauern. »Auch in diesem Jahr erwarten uns noch mindestens sieben Monate der Kämpfe«, sagte Tzachi Hanegbi am Mittwoch dem israelischen Kan-Sender.

Dies sei notwendig, um die Herrschaft der Hamas und ihre militärischen Fähigkeiten zu zerstören. Die Armee habe 2024 in ihren Plänen als »Jahr der Kämpfe« definiert. »Wir brauchen einen langen Atem und Durchhaltevermögen.«

Der Grenzbereich zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sei etwa in den vergangenen 17 Jahren zu einem »Schmugglerparadies« geworden. Gemeinsam mit Ägypten müsse man dafür sorgen, dass es dort künftig keinen Waffenschmuggel mehr geben werde. Nach ägyptischer Darstellung waren seit 2013 insgesamt 1500 Tunnel im Grenzgebiet zerstört worden.

Weitere Härteprobe

Die israelische Armee kontrolliere bereits 75 Prozent des sogenannten Philadelphi-Korridors - ein rund 14 Kilometer langer Grenzstreifen zwischen Israel und Ägypten, sagte Hanegbi. Er gehe davon aus, dass Israel mit der Zeit die Kontrolle über den gesamten Korridor erlangen werde.

Israels Vorrücken in den Korridor bedeutet eine weitere Härteprobe für das Verhältnis mit Ägypten. Beide Länder hatten 1979 einen Friedensvertrag unterzeichnet und den Korridor dabei als Pufferzone errichtet. Ägypten hatte bereits im Januar gedroht, dass eine »Besetzung« des Korridors durch Israel einen Verstoß gegen den 45 Jahre alten Friedensvertrag bedeuten würde.

Kairo hat auch die Darstellung Israels, es würde Waffenschmuggel ermöglichen oder erlauben, wiederholt zurückgewiesen.

Palästinensische Führung

Israel werde vermutlich längerfristig die Sicherheitskontrolle bewahren, weil es keine anderen »Freiwilligen« gebe, sagte Hanegbi weiter. Man wolle jedoch keine zivile Herrschaft Israels in dem Küstenstreifen, sondern hoffe auf eine neue palästinensische Führung. Dies sei jedoch erst am »Tag nach Hamas« möglich. dpa/ja

Gazastreifen

Krankenhaus in Khan Younis weist Vorwürfe von »Ärzte ohne Grenzen« zurück

Die Organisation berichtet von bewaffneten Männern im Nasser-Krankenhaus – die Klinik widerspricht

 15.02.2026

Schifffahrt

Hapag-Lloyd will israelische Reederei übernehmen

Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden – Voraussetzung für den Deal ist eine Freigabe Israels

 15.02.2026

Gewalt

Ultraorthodoxe jagen israelische Soldatinnen

Die beiden jungen Frauen mussten in der Stadt Bnei Brak von Polizisten vor einem wütenden Mob gerettet werden

von Sabine Brandes  15.02.2026

Terror

Ex-Geisel Arbel Yehoud wurde dauerhaft sexuell missbraucht

Die Deutsch-Israelin spricht mehr als ein Jahr nach ihrer Freilassung über die schockierenden Erlebnisse in Gaza

von Sabine Brandes  15.02.2026

Ehemalige Geiseln

»Unsere Liebe hat das Unvorstellbare überlebt«

Arbel Yehoud und Ariel Cunio waren voneinander getrennt und völlig isoliert in Gaza. Jetzt versuchen sie, ihr gemeinsames Leben wiederaufzubauen

von Arbel Yehoud und Ariel Cunio  15.02.2026

Israel

Netanjahus Sündenböcke

Der Premierminister legt einen Antwortenkatalog zum Versagen am 7. Oktober 2023 vor

von Sabine Brandes  15.02.2026

Wetter

Jerusalem und Tel Aviv an Spitze der Luftverschmutzung weltweit

Ein ungewöhnlich heftiger Sandsturm überzog Israel am Wochenende mit einer gefährlichen orange-grauen Staubwolke

von Sabine Brandes  15.02.2026

Jerusalem

Netanjahu weiterhin skeptisch gegenüber Iran-Deal

Ein Abkommen müsse weit über das Atomprogramm hinausgehen und auch Irans regionale Stellvertreterorganisationen einbeziehen, sagt der Ministerpräsident

 13.02.2026

Tel Aviv

Barak bedauert Kontakte zu Epstein und räumt problematische Formulierungen ein

Er habe im Rückblick »gründlicher urteilen« müssen und bedaure bereits das erste Treffen mit dem Investor im Jahr 2003, sagt der frühere Ministerpräsident

 13.02.2026