Tel Aviv

Selfies im Fahrstuhl

Der erste Job nach der Uni ist aufregend. Das war auch für Schaked Zusman Soffer nicht anders. Als die Grafikdesignerin ihre erste Anstellung in Tel Aviv fand, war sie glücklich. Doch leider befand sich der Arbeitsplatz im 37. Stock eines der höchsten Gebäude in Israel. Und Schaked ist – gelinde gesagt – kein Fan von Fahrstühlen.

Um mit ihrer Höhenangst umzugehen, begann sie, Selfies von sich im Fahrstuhl des Bürogebäudes zu machen. Wie sie am Morgen nach oben fuhr und am Abend wieder herunter. An einigen Tagen ist sie mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu sehen, an anderen mit einer ganzen Gruppe von Leuten, die herumalbern. Meist aber steht sie allein im Aufzug.

Selfie »Zuerst war es nur eine Ablenkung, und ich mag Selfies einfach. Also fand ich, das ist eine gute Idee«, erzählt Schaked. Am Anfang habe sie sich nicht viel dabei gedacht, »aber nach einer Weile wurde mir klar, dass ich aus den Selfies ein Video machen möchte«.

Als ihr Vorhaben im Büro die Runde machte, waren die Kollegen begeistert und gesellten sich gern zu ihr. Die Tel Aviverin hat ihren künstlerischen Umgang mit ihrer Furcht vor Fahrstühlen »Das erste Jahr in der Arbeit der Großen genannt«.

Herausgekommen ist ein charmantes Zeugnis aus dem Alltag junger Israelis. Der Clip ist, passend unterlegt, mit Dolly Partons Hit »Nine to five« auf YouTube zu sehen. Schaked macht noch immer Selfies im Aufzug. »Jeden Tag«, sagt sie und lacht. »Aber was ich damit machen werde, weiß ich noch nicht...«

www.youtube.com/watch?v=GPFPQqWNYZ4

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026