Corona

»Rückkehr ins Leben«

Impfung gegen Corona in Jerusalem (Januar 2021) Foto: Flash 90

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat allen Bürgern Israels ab 16 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus bis spätestens Ende März zugesagt.

Der Regierungschef verwies dabei am Donnerstagabend in einem kurzfristig einberaumten Statement auf eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer zur Lieferung des dafür ausreichenden Impfstoffs. Das Vorhaben trägt Netanjahu zufolge den Namen »Rückkehr ins Leben«. Der erste Impfstofftransport im Zuge des Vorhabens soll am Sonntag eintreffen.

modell-land Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu. Es solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

Die Impfkampagne auf freiwilliger Basis in Israel war am 20. Dezember gestartet. Seither erhielten nach offiziellen Angaben knapp 1,6 Millionen Menschen eine Impfung.

wahlkampf In dem Land mit etwas mehr als neun Millionen Einwohnern herrscht derzeit Wahlkampf. Ende März wird ein neues Parlament gewählt. Gelänge die Einhaltung des Zieldatums Ende März, würde dies mit Pessach zusammenfallen.

In der Nacht zu Freitag begann in Israel ein dritter landesweiter harter Lockdown. Die Opposition kritisiert die Maßnahme scharf. Die Neuinfektionszahlen lagen zuletzt bei etwa 8000 pro Tag. Die Regierung will mit dem Lockdown vor allem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. dpa

Gadi Eisenkot spricht an einem Rednerpult vor einer israelischen Flagge

Israel

Eisenkot will Israel aus der Krise führen

Nach dem Auftrag zur Regierungsbildung ruft der frühere Generalstabschef zu einer Notstandsregierung auf und streckt allen Parteien die Hand aus

 08.11.2026

Kuscheltiere und Puppen auf dem Rabin-Platz, eine Puppe ist mit einem Seil gefesselt

Ariel

Kinderkrippe des Grauens

Drei Betreuerinnen wird systematische Gewalt an Babys und Kleinkindern vorgeworfen. Die Polizei spricht von einem der schwerwiegendsten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre

von Sabine Brandes  08.11.2026

Krieg gegen den Iran

Die Mullahs schossen Raketen – Bat Yam schickt die Rechnung

Die israelische Stadt will Schadensersatz in Millionenhöhe von Teheran. Für die Zustellung der Klage musste der Bürgermeister einen iranischen Vertreter durch die Straßen von Manhattan verfolgen

von Sabine Brandes  08.11.2026

Israels Präsident Izchak Herzog

Nach der Parlamentswahl

Israels Präsident beauftragt Eisenkot mit Regierungsbildung

Dem Oppositionspolitiker Eisenkot fehlen 13 Mandate für eine eigene Regierungsmehrheit. Arabische oder ultraorthodoxe Parteien könnten ihm helfen. Doch beide Optionen bergen großes Konfliktpotenzial

 08.11.2026 Aktualisiert

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026