Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Ein Flugzeug der Gesellschaft Flydubai (Symbolbild) Foto: picture alliance / Markus Mainka

Die Rückholflüge von Dubai nach Israel haben begonnen, nachdem Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einen Streit über Sicherheitsvorkehrungen beigelegt haben. Israelische Fluggesellschaften führen Sonderflüge durch, um Israelis nach Hause zu bringen, nachdem die Fluggesellschaft »Flydubai« nach dem Terroranschlag von letzter Woche ihre Verbindung von Dubai nach Tel Aviv auf unbestimmte Zeit eingestellt hatte.

Es bestand die Gefahr, dass die Flüge aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Sicherheit am Flughafen Dubai nicht hätten stattfinden können. Eine Quelle aus der Luftfahrtbranche teilte der israelischen Tageszeitung »Haaretz« mit, dass der Inlandsgeheimdienst Schin Bet Scanner zur Kontrolle des Passagiergepäcks gefordert hatte. Zunächst hatten die Emirate dieser Forderung nicht zugestimmt.

Rückflüge kosten 249 US-Dollar

Die israelischen Fluggesellschaften hatten bereits am Freitag mit der Durchführung von Sonderflügen für die Rückreise aus Dubai begonnen. Arkia flog als erstes, später auch Israir, doch dann wurden die Flüge zunächst ausgesetzt. El Al gab bekannt, dass die speziellen Rückflüge 249 US-Dollar kosten würden, wobei der Staat den Flug nach Dubai subventioniert. Am Montag sollen mindestens zehn Flüge durchgeführt werden.

Die Rückflüge finden unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die VAE haben gefordert, dass das Gepäck der Passagiere nicht am Flughafen Dubai verbleibt, während Israel zusätzliche Sicherheitsanforderungen gestellt hat. Infolgedessen werden Passagiere und ihr Gepäck getrennt befördert. Passagiere dürfen zunächst nur mit Handgepäck, einschließlich eines Trolleys, an Bord gehen.

Um das Problem aus der Welt zu räumen, setzte die israelische Frachtfluggesellschaft Challenge Airlines eine Maschine für den Transport des Gepäcks von Dubai nach Israel ein. Nach Ankunft des Gepäcks in Israel werden die Passagiere benachrichtigt und müssen es selbstständig am Flughafen Ben Gurion abholen.

Erster Bericht geht davon aus, dass der Copilot allein gehandelt habe.

Arkia verkaufe vor Orts Tickets am Flughafen unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, hieß es. El Al teilte mit, dass aktuelle Informationen zu den Rückholflügen regelmäßig auf der Website des Unternehmens veröffentlicht werden und dass man daran arbeite, den Flugplan zu optimieren, um möglichst vielen Israelis eine sichere Rückkehr nach Israel zu ermöglichen.

Die jüngste Einigung folgt auf mehrtägige Schwierigkeiten bei der Koordinierung der Rückflüge. Noch am Sonntag hatten israelische Fluggesellschaften befürchtet, dass Passagiere kurzfristige Absagen für Flüge erhalten könnten, die für den Montag und die folgenden Tage geplant waren.

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Flug wurde nach Saudi-Arabien umgeleitet

Vorausgegangen war ein versuchter Terroranschlag eines Copiloten beim Flug aus den Emiraten nach Israel am vergangenen Mittwoch mit der Fluggesellschaft Flydubai. Der Flug von Dubai nach Tel Aviv war nach Saudi-Arabien umgeleitet worden, nachdem der aus dem Oman stammende Co-Pilot Hamam al-Hammami den Kapitän angegriffen und versucht hatte, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen.

In einer dramatischen Aktion überwältigten Passagiere und Besatzungsmitglieder den Angreifer, und das Flugzeug landete sicher in der saudischen Stadt Tabuk. Es waren 180 Menschen an Bord. Die meisten von ihnen Israelis.

Ersten israelischen Ermittlungen zufolge habe al-Hammami allein gehandelt geplant, die Maschine in Tel Aviv zum Absturz zu bringen. Dies geht aus am Sonntag veröffentlichten Berichten hervor. Der Täter wurde in die Vereinigten Arabischen Emirate überstellt. Es wird erwartet, dass sich israelische Ermittler an der Untersuchung beteiligen werden.

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