Kritik

Ron Prosor: »Wir brauchen keine Zeigefinger von außen«

Ron Prosor, Israelischer Botschafter in Berlin Foto: picture alliance/dpa

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Berichterstattung über die Proteste in Israel gegen die Justizreform kritisiert. »Die mediale Darstellung, auch in Deutschland, zeigt nicht ausreichend, wie stark die demokratischen Strukturen in Israel sind. Wir brauchen jedenfalls keine Zeigefinger von außen«, sagte er der »Magdeburger Volksstimme«.

In Israel demonstrieren seit Wochen Zehntausende gegen die umstrittenen Plänen der Regierung für eine umfassende Justizreform. Diese sieht unter anderem vor, dass der Oberste Gerichtshof nicht mehr Regierungsentscheidungen als »unangemessen« zurückweisen kann.

»Die Demonstranten in Israel schwenken israelische Fahnen, heißt: Sie identifizieren sich mit ihrem Staat und ihrer Regierung«, sagte Prosor, der seit gut einem Jahr Botschafter in Deutschland ist. »Für mich zeigen die Demos vor allem, dass die israelische Demokratie stärker ist als gedacht.« kna

Gesellschaft

Exodus der Ärzte

Studie: Seit 2023 haben rund 1.370 Mediziner Israel verlassen, darunter zunehmend erfahrene Fachärzte

von Sabine Brandes  06.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  06.09.2026

Jerusalem

Israels Sicherheitsrat: Weltweite Reisewarnung für die jüdischen Feiertage

Die Behörde warnt vor gezielten Anschlägen durch extremistische Gruppen und Einzeltäter auf Juden und Israelis. Von Reisen in zahlreiche arabische und an den Iran grenzende Staaten wird dringend abgeraten

 06.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht kippt Festnahmeverbot für ultraorthodoxe Wehrdienstverweigerer

Das im Sommer verabschiedete Moratorium verstößt nach Ansicht der Richter gegen den Gleichheitsgrundsatz. Der Staat dürfe bei der Strafverfolgung keine unzulässigen Ausnahmen machen

 06.09.2026

Kommentar

Warum es eine Brandmauer gegen die Linkspartei braucht

Wenn eine Brandmauer nur auf einer Seite steht, brennt es von der anderen rein. Über diese offene Seite müssen wir reden

von Nelly Eliasberg  06.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Bildung

Fragt mich!

Der deutsch-israelische Psychologe Ahmad Mansour besucht regelmäßig Schulen. Hier erzählt er, wie aus Sprachlosigkeit ein offener Austausch über Antisemitismus, Israel und den Nahostkonflikt entstehen kann

von Ahmad Mansour  04.09.2026

Jerusalem

Netanjahu: Sturz des Regimes im Iran »zentrale Mission« Israels

»Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, diese Bedrohung ein für alle Mal zu beseitigen«, sagt der Ministerpräsident

 04.09.2026

Knesset-Wahlen

Ein Wegweiser durch den Dschungel der israelischen Politik

Am 27. Oktober wählt Israel. Sie wollen mitreden, aber können die Parteien nicht auseinanderhalten? Willkommen im Klub. Die Israelis können es auch nicht

von Guy Katz  04.09.2026