Kritik

Ron Prosor: »Wir brauchen keine Zeigefinger von außen«

Ron Prosor, Israelischer Botschafter in Berlin Foto: picture alliance/dpa

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Berichterstattung über die Proteste in Israel gegen die Justizreform kritisiert. »Die mediale Darstellung, auch in Deutschland, zeigt nicht ausreichend, wie stark die demokratischen Strukturen in Israel sind. Wir brauchen jedenfalls keine Zeigefinger von außen«, sagte er der »Magdeburger Volksstimme«.

In Israel demonstrieren seit Wochen Zehntausende gegen die umstrittenen Plänen der Regierung für eine umfassende Justizreform. Diese sieht unter anderem vor, dass der Oberste Gerichtshof nicht mehr Regierungsentscheidungen als »unangemessen« zurückweisen kann.

»Die Demonstranten in Israel schwenken israelische Fahnen, heißt: Sie identifizieren sich mit ihrem Staat und ihrer Regierung«, sagte Prosor, der seit gut einem Jahr Botschafter in Deutschland ist. »Für mich zeigen die Demos vor allem, dass die israelische Demokratie stärker ist als gedacht.« kna

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026

Jerusalem

Huckabee verurteilt Angriffe auf palästinensisch-amerikanische Familie im Westjordanland

»Die Handlungen derjenigen, die dies dem Haus dieser Familie antun, sind kriminell«, erklärt der US-Botschafter

 13.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026