Kritik

Ron Prosor: »Wir brauchen keine Zeigefinger von außen«

Ron Prosor, Israelischer Botschafter in Berlin Foto: picture alliance/dpa

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Berichterstattung über die Proteste in Israel gegen die Justizreform kritisiert. »Die mediale Darstellung, auch in Deutschland, zeigt nicht ausreichend, wie stark die demokratischen Strukturen in Israel sind. Wir brauchen jedenfalls keine Zeigefinger von außen«, sagte er der »Magdeburger Volksstimme«.

In Israel demonstrieren seit Wochen Zehntausende gegen die umstrittenen Plänen der Regierung für eine umfassende Justizreform. Diese sieht unter anderem vor, dass der Oberste Gerichtshof nicht mehr Regierungsentscheidungen als »unangemessen« zurückweisen kann.

»Die Demonstranten in Israel schwenken israelische Fahnen, heißt: Sie identifizieren sich mit ihrem Staat und ihrer Regierung«, sagte Prosor, der seit gut einem Jahr Botschafter in Deutschland ist. »Für mich zeigen die Demos vor allem, dass die israelische Demokratie stärker ist als gedacht.« kna

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026