Krise

Reisewarnung für Russland

Die russisch-polnische Grenze Foto: picture alliance / dpa

Israel hat eine aktuelle Reisewarnung für Russland herausgegeben. Nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem sollten Israelis »die Notwendigkeit« einer Reise nach Russland abwägen. Israelis in dem Land wurden zudem aufgefordert, »die Notwendigkeit eines Verbleibs abzuwägen«.

Außerdem sollten alle »Hotspots« vermieden werden. Die neue Warnung wurde publiziert, nachdem das Regime von Präsident Wladimir Putin mit einer Meuterei der Söldnergruppe Wagner konfrontiert war.

VORMARSCH Bereits kurz nachdem die Empfehlung aus Jerusalem veröffentlicht worden war, befahl Wagner-Führer Jewgeni Prigoschin seinen Truppen, ihren Vormarsch auf die russische Hauptstadt Moskau zu stoppen und in ihre Kasernen zurückzukehren. Die israelische Reisewarnung wurde jedoch nicht zurückgezogen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Stattdessen plant das Außenministerium, in den kommenden Tagen zusätzliche Konsularbeamte nach Moskau und St. Petersburg zu entsenden, da erwartet wird, dass die Nachfrage nach Reisedokumenten zunimmt. Derzeit befinden sich nach Schätzungen des Außenministeriums rund 70.000 israelische Staatsbürger in Russland. Rund eine halbe Million Juden und Menschen, die zur Einwanderung nach Israel berechtigt sind, leben außerdem dort.

Derzeit befinden sich nach Schätzungen des Außenministeriums rund 70.000 israelische Staatsbürger in Russland.

Darüber hinaus haben Äußerungen des israelischen Botschafters in der Ukraine, Michael Brodsky, zu einem Eklat geführt. Das israelische Außenministerium wies Russland an, »Israel nicht über den Wert der Erinnerung an den Holocaust zu belehren«. Zuvor hatte das Außenministerium in Moskau geäußert, »ein Problem mit Brodsky« zu haben.

Der Streit hatte Ende der vergangenen Woche begonnen, als Brodsky dem russischsprachigen, israelischen Sender Iton TV ein Interview gab, in dem er über Israels Unterstützung für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Invasion sprach.

Der Botschafter äußerte sich zudem zu zwei ukrainischen Milizenführern, die sich während des Zweiten Weltkrieges auf die Seite Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion gestellt hatten. Es wird angenommen, dass ihre Truppen während der Schoa Tausende von Juden töteten. Dennoch werden sie in der Ukraine für ihren Widerstand gegen die Sowjets als Volkshelden verehrt.

VORBILDER Brodsky gab zu Bedenken, dass es Israel in keinster Weise gefalle, dass die beiden Männer Vorbilder seien, räumte jedoch ein, dass »die meisten Ukrainer, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben, als Helden verehrt werden«.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf Brodsky daraufhin »Verherrlichung des Nationalsozialismus« vor. Diesen Vorwurf wies Jerusalem von sich.

Luftfahrt

Condor nimmt Israel-Flüge wieder auf

Der erste planmäßige Flug landete am Samstagabend am Flughafen Ben Gurion – mit vollständig ausgelasteter Maschine

 03.08.2026

Jerusalem

Katz bestreitet, Generalmajor im Live-Interview gefeuert zu haben

Der Verteidigungsminister spricht von einer »glatten Lüge und Teil einer politischen Kampagne gegen die Regierung«

 03.08.2026

Palästinensische Gebiete

Streit um Gaza-Friedensplan: US-Vermittler warnt vor Eskalation

Nikolai Mladenov, bulgarischer Gaza-Beauftragter des »Board of Peace«, kritisierte die jüngsten Angriffe auf Waffenlager der Hamas

 03.08.2026

Tel Aviv

Katz will Westjordanland-Kommandeur feuern - IDF widerspricht

Der Verteidigungsminister will Generalmajor Avi Bluth loswerden, weil dieser nicht entschlossen genug gegen palästinensische Terroristen vorgehe. Armeechef Zamir fühlt sich übergangen

 03.08.2026

Jerusalem

Herzog wirft Mamdani antisemitische Rhetorik und Gotteslästerung vor

Auch äußert sich Israels Präsident zum Iran, zum gefeuerten Chefankläger des IStGH, dessen Klage gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Situation in Gaza

 03.08.2026

Tel Aviv

Israel führt drastische Warnhinweise auf Tabakprodukten ein

Künftig müssen sämtliche Zigarettenverpackungen mit großflächigen Schockbildern versehen sein

 03.08.2026

Wirtschaft

Israel plötzlich auf Platz zwei des Big-Mac-Indexes

Wie viel kostet ein Big Mac in Israel, in den USA und in Deutschland? Was sagt dieser Vergleich aus?

 03.08.2026

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären«

 02.08.2026

Street-Art

Jeden Tag ein neues Gesicht

In Tel Aviv zeugen unzählige Graffitis von dem, was die Stadt und ihre Menschen bewegt. Eine Tour

von Valentin Suckut  02.08.2026