Israel

Regierung billigt Einmalzahlung

Für dieses Geschäft kommt die Hilfsmaßnahme zu spät: es muss schließen Foto: Flash90

Die israelische Regierung hat am Sonntag eine Einmalzahlung für viele Bürger gebilligt, um deren Finanznöte während der Corona-Krise zu lindern. Das Hilfspaket habe einen Umfang von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit.

Die Maßnahme muss noch dem Parlament zur abschließenden Billigung vorgelegt werden.

Fast jeder Israeli soll demnach eine Zahlung von rund 190 Euro erhalten. Eltern sollen zudem knapp 40 Euro für jedes Kind bekommen, für bis zu drei Kinder. Sozialhilfempfänger sollen eine größere Summe erhalten.

Parlament Die Maßnahme muss in den kommenden Tagen noch dem Parlament zur abschließenden Billigung vorgelegt werden. Bürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als 160.000 Euro sollen dagegen keine Einmalzahlung erhalten.

Kritiker hatten den Schritt als populistisches Vorgehen Netanjahus eingestuft, um Proteste gegen seine Corona-Politik zu verringern. Angesichts der wachsenden Finanzkrise Israels handelt es sich aus ihrer Sicht um gefährliche Verschwendung.

Netanjahu hatte dagegen am 15. Juli erklärt, Ziel der Maßnahme sei es, »die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen«. Netanjahu hatte zuvor bereits ein milliardenschweres Hilfspaket zur Linderung des finanziellen Drucks während der Corona-Krise vorgestellt.

Arbeitslosigkeit Die Folgen der ersten Corona-Einschränkungen vom Frühjahr haben der Wirtschaft des Landes schwer zugesetzt. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei mehr als 20 Prozent.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hatte zuletzt einen Höchstwert erreicht. Netanjahu steht für sein Krisenmanagement zunehmend in der Kritik, es kommt fast täglich zu wütenden Demonstrationen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 61 388 Menschen in Israel nachgewiesen worden; 464 Infizierte sind gestorben. dpa

Nachrichten

Sport, Make-up, Strom

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  14.10.2021

Covid-19

Kaum künstliche Lungen frei

90 Prozent der Patienten an ECMOs sind ungeimpft

von Sabine Brandes  14.10.2021

Jewish Agency

»Mehr zuhören, weniger reden«

Fleur Hassan-Nahoum über die Beziehung zwischen Israel und der Diaspora

von Sabine Brandes  13.10.2021

Abschied

»Kanzlerit« der Herzen

Angela Merkel wurde bei ihrem letzten Staatsbesuch in Israel mit Ehrungen überhäuft

von Sabine Brandes  13.10.2021

Pandemie

Die Tests sind da!

Israel will das System der »grünen Schulen« einführen. Die Zahl der Schwerkranken sinkt um 60 Prozent

von Sabine Brandes  13.10.2021

Fußball

Kommt die WM 2030 nach Israel?

FIFA-Boss Infantino schlägt den jüdischen Staat als Austragungsort vor

 13.10.2021 Aktualisiert

Likud-Vorsitz

Edelstein fordert Netanjahu heraus

Der ehemalige Parlamentsvorsitzende will den Ex-Ministerpräsidenten als Parteichef ablösen

 12.10.2021

Diplomatie

Bennett trifft sich kommende Woche mit Putin in Sotschi

Die Regierungschefs Russlands und Israels wollen sich am Schwarzen Meer treffen

 12.10.2021

Archäologie

Israel: Größtes Weingut aus byzantinischer Zeit gefunden

In der Anlage wurden nach Expertenschätzungen jährlich rund zwei Millionen Liter Wein manuell produziert

 11.10.2021