Klima

Regen füllt den Kinneret

Am Ufer des Kinneret Foto: Flash 90

Die Winterunwetter mit heftigen Regenfällen bringen für Israel Sorgen und Segen zugleich. Während es in den vergangenen zwei Wochen in vielen Städten extreme Überflutungen gab, bei denen sieben Menschen starben, ist Israels größtes Wasserreservoir, der See Genezareth, so gefüllt wie lange nicht mehr. Um rund eineinhalb Meter ist das Niveau innerhalb nur eines Monats angestiegen.

Noch vor einem Jahr war der Pegel des Süßwassersees, auf Hebräisch Kinneret genannt, sogar unter die zweite rote Warnlinie gesunken. Abpumpen von Frischwasser war damals nur mit Sondererlaubnis der Regierung möglich. Heute fehlen zum Vollstand lediglich noch etwa 1,8 Meter. Und die Wasserbehörde Mekorot geht davon aus, dass der See durch andauernde Regenfälle und Wassermassen aus den Zuflüssen im Norden sowie Schneeschmelze noch weiter ansteigen wird.

wasserindustrie Meteorologe Zachi Waxman warnt vor weiteren Überflutungen durch die extremen Winterwetter in den kommenden Tagen. »Es ist ein starker Sturm, der einige Tage über unserer Region weilt. Während die Wasserindustrie frohlockt, werden auch negative Auswirkungen durch Überflutungen und starke Winde erwartet, die sehr zerstörerisch sein können.«

In Tel Aviv, wo extrem heftige Niederschläge für großflächige Überflutungen sorgten, verteilte die Verwaltung Sandsäcke für Geschäfte in niedrigen Lagen des Stadtgebiets, etwa im historischen Viertel Neve Zedek. Ein junges Paar war vor zwei Wochen im südlichen Viertel Yad Eliyahu ertrunken, als es in einem Fahrstuhl in der Tiefgarage steckenblieb.

Im ganzen Land war es seit Sonntag ungewöhnlich kalt mit Temperaturen von bis zu sieben Grad in Jerusalem und elf in Tel Aviv. In der Nacht zum Dienstag begann es auf dem Berg Hermon in den Golanhöhen zu schneien. Rund 15 Zentimeter Schnee blieben liegen. Während das Skigebiet am Wochenende geöffnet war und Skifahrer und Rodler anlockte, ist es derzeit vorübergehend geschlossen, da weiterer Schneefall mit heftigen Winden angekündigt ist. Auch die Stadt Safed und der Kibbutz Marom an der Grenze zu Syrien waren am Wochenbeginn in pudriges Weiß gehüllt.

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026

Westjordanland

Israelische Siedler attackieren Palästinenser bei Deir Scharaf

Die Randalierer schlugen unter anderem mit Knüppeln auf einen am Boden knieenden Mann ein

 09.01.2026

Interview

»Hoffnung nach der Katastrophe«

Ayman Fakhr al-Din über seine Tochter Alma, die 2024 von einer Rakete der Hisbollah auf den Golanhöhen getötet wurde

von Ayala Goldmann  09.01.2026

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Fußball

England als neue Chance? Daniel Peretz verlässt Hamburger SV

Nach der missglückten Leihe zum Hamburger SV geht es für Bayern-Torhüter Daniel Peretz in England weiter. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer

 08.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  08.01.2026

Gesellschaft

Eine Milliarde für Schulen ohne Kernfächer

Der Oberste Gerichtshof in Israel kritisiert die Regierung scharf für den Transfer an ultraorthodoxe Schulen

von Sabine Brandes  08.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.01.2026