Nahost

Raketen aus Gaza

Israelische Armee an der Grenze zum Gazastreifen Foto: Flash 90

Nach zwei Tagen Raketenbeschuss aus Gaza hat die israelische Armee mit Artilleriefeuer reagiert. Ein Panzer habe laut IDF am Mittwochnachmittag zwei Militärstellungen der Hamas in der nördlichen Enklave attackiert. Kurz zuvor waren Geschosse militanter Palästinenser in der Region Aschkelon eingeschlagen.

Wohnhaus Die Regionalverwaltung gab an, dass eine der Raketen in einem Gewächshaus und die andere in einem Wohngebiet niedergegangen seien. Verletzte gab es laut der Rettungskräfte von Magen David Adom nicht. Ein Haus wurde leicht beschädigt.

Am Tag zuvor waren Geschosse aus dem Gazastreifen auf die Großstädte Aschkelon und Aschdod geflogen. In Aschdod stand gerade Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für eine Wahlkampfrede auf der Bühne, als die Sirenen schrillten. Sicherheitspersonal führte ihn inmitten der Ansprache eilig in den Sicherheitsraum. Zwei Raketen wurden vom Abwehrsystem »Iron Dome« abgefangen. Die Armee flog nach eigenen Angaben Vergeltungsangriffe und beschoss 15 Ziele der im Streifen regierenden Hamas.

Alarm Während der Regierungschef von der Bühne gebracht wurde, blieb sein politischer Gegner der Zentrumsunion Blau-Weiß, Gabi Ashkenazi, in Aschkelon auf der Bühne stehen und sprach weiter, als die Sirene losheulte. Später beschuldigte der Likud Gantz der »Schadenfreude, dass der Premierminister unter Beschuss ist« und nannte es eine Schande.

Yair Lapid von Blau-Weiß twitterte: »Ein Alarm in Aschdod sollte bei den Bürgern Israels die Alarmglocken schrillen lassen. Netanjahu ist erledigt und kann die Bühne verlassen.«

Die Eskalation zwischen Israel und der Hamas findet weniger als eine Woche vor den Parlamentswahlen am 17. September in Israel statt.

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